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Corona aktuell: Habek hat einen positiven Corona-Test abgegeben – Politik

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wurde am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet. Der Schnelltest am Donnerstagabend sei nach Angaben des Sprechers noch negativ, der Schnelltest am Freitagmorgen positiv. Habek geht es gut. Derzeit liegen keine Symptome vor. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen befindet er sich in Isolation. Alle Präsenzmeetings sind abgesagt. (29. April 2022)

Landesweit wurde die Isolationspflicht auf fünf Tage reduziert

Die vorgeschriebene Isolation für Corona-Infizierte wird auf fünf Tage verkürzt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt, das derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz innehat, am Donnerstagabend mit. Das Bundesgesundheitsministerium teilte in einem Videolink zu den Leitern der Bundes- und Landesressorts mit, dass die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Dauer der Isolation und Quarantäne Anfang nächster Woche angepasst werden solle.

Die Parteien wollen ihre Isolations- und Quarantäneregeln entsprechend überarbeiten. Die Gesundheitsminister begründen den Schritt mit der Erhöhung der Immunität der Bevölkerung und einem leichteren Krankheitsverlauf durch die Omicron-Variante. Erfreulich sei, dass „sich alle Länder auf ein gemeinsames Vorgehen auf Basis der wissenschaftlichen Expertise des RKI geeinigt haben“, erklärte die Gesundheitsministerin von Sachsen-Anhalt Petra Grimm-Bene (SPD). Lediglich für die Kontaktpersonen der Infizierten soll dringend Quarantäne empfohlen werden, wie es am Donnerstagabend nach den Gesprächen der Ressortleiterinnen und -leiter hieß.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach forderte eine dringende Empfehlung zum Selbsttest am Ende dieser Frist. „Wir wissen, dass viele nach dem fünften Tag noch positiv sind und danach andere anstecken würden“, sagte der SPD-Politiker der ARD. Deshalb ist der kostenlose Test auch für diejenigen sinnvoll, die keine Symptome mehr haben. Lauterbach kündigte für Montag einen detaillierten Vorschlag für die geplanten Änderungen an.

Mehrere Länder machen bereits Fortschritte bei der Verkürzung der Isolationsperiode. Und in Baden-Württemberg soll es nur fünf Tage dauern, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Koalition erfuhr. Ab Anfang Mai fällt für die meisten Menschen auch der letzte kostenlose Test in fünf Tagen aus, wenn sie zwei Tage lang keine Symptome haben. Ausnahmen gibt es für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen. Baden-Württemberg folgt dem Beispiel Bayerns, wo seit Mitte April eine ähnliche Regelung in Kraft ist. Auch Rheinland-Pfalz und Thüringen haben angekündigt, diesen Weg zu gehen.

Bisher dauern Isolation und Quarantäne in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test bereits nach sieben Tagen vorzeitig beendet werden. Bundesminister Lauterbach zog das ursprünglich geplante Ende der Isolationspflicht zurück. (29. April 2022)

Die Sieben-Tages-Frequenz sinkt auf 758,5

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 101.610 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind 60.108 Fälle weniger als in der vergangenen Woche, als 161.718 Coronavirus-Infektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Morbidität im ganzen Land sank von 826,0 am Vortag auf 758,5. Weitere 214 Menschen starben an dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 135.292.

Die Zahl der Infektionen ist derzeit von begrenzter Bedeutung. Experten spekulieren schon länger, dass es eine Vielzahl von Fällen geben wird, die vom RKI nicht registriert werden – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test haben. Nur sie werden in der Statistik gezählt. Deshalb verwenden wir das SZ-Corona-Dashboard, um den Durchschnitt der Meldungen der letzten sieben Tage anzuzeigen, was darauf abzielt, tagesaktuelle Schwankungen auszugleichen. Mehr Informationen dazu finden Sie im Transparenz-Blog, weitere Daten und Grafiken zur Pandemie hier. (29. April 2022)

Omicron-Subvariante BA.2 bei 97 Prozent, andere Varianten sind selten

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte die omicron-Subvariante BA.2 mittlerweile die allermeisten Coronavirus-Infektionen in Deutschland verursachen. Nach neuesten Erkenntnissen – einer Stichprobe aus der Vorwoche – liegt ihr Anteil bei 97 Prozent, heißt es im Wochenbericht des RKI in der Nacht zum Donnerstag.

BA.1, der vorherrschende Subtyp, erreicht knapp drei Prozent. Die relativ neuen omicron-Sublinien BA.4 und BA.5 spielen den Angaben zufolge bisher keine nennenswerte Rolle: BA.4 ist mit einem Anteil von 0 Prozent gelistet, BA.5 mit 0,1 Prozent. Mischversionen seien bisher nur in Einzelfällen gefunden worden, schreibt das RKI. In Deutschland ist das Genom nur bei einem kleinen Teil der positiven Proben vollständig untersucht. (29. April 2022)

Drosten verlässt das Kronenkomitee

Der Virologe Christian Drosten ist aus einer Kommission zur wissenschaftlichen Bewertung staatlicher Beschränkungen der Krone in Deutschland ausgeschieden. Drosten habe ihm leider mitgeteilt, dass er die Evaluierung des Infektionsschutzgesetzes für Bundesregierung und Bundestag nicht mehr begleiten werde, erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf Twitter. “Es ist ein schwerer Verlust, weil niemand es besser machen kann. Der Leiter des Instituts für Virologie der Charité Berlin bleibt Mitglied im Kronen-Sachverständigenrat der Bundesregierung.

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Der Bundestag hat vor dem Hintergrund der seit mehreren Monaten bestehenden epidemischen Lage von nationaler Bedeutung eine externe Begutachtung der Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes vorgesehen. Dazu wurde eine Expertenkommission eingesetzt, die laut Gesetz bis zum 30. Juni einen Bericht vorlegen muss. Der Kommission gehören Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an.

Eine Charité-Sprecherin bestätigte auf Anfrage, Drosten habe den Ausschuss über seinen Rückzug informiert. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass Ausstattung und Personal nicht ausreichten, um eine wissenschaftlich hochwertige Bewertung zu gewährleisten. Zudem war der Inhalt der Konsultationen in den letzten Wochen immer wieder Gegenstand irreführender und falscher Berichterstattung. „Aus Sicht von Prof. Drosten verhindert dies eine konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit im Gremium.“ Letztlich unterliegen die Mitglieder strikter Verschwiegenheit. (28. April 2022)

Zehntausende von Impferkrankungen

Laut einem Medienbericht wurden den Gesundheitsämtern in den 20 größten Städten Deutschlands mehr als 47.000 Verstöße gegen die Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen gemeldet. Das hat nach eigenen Recherchen des Deutschen Redaktionsnetzwerks bislang keine Folgen für die Betroffenen. Es gibt keine Fälle von Bußgeldern oder Einreiseverboten.

Die meisten registrierten Verstöße gibt es dem Bericht zufolge in den Städten Berlin (6541), München (5330) und Dresden (4821). Bezogen auf die Einwohnerzahl hat Dresden die meisten ungeimpften Gesundheitsfachkräfte. Pro 100.000 Einwohner werden 867 Fälle registriert. Bonn folgt Dresden mit 531 und Hannover mit 498 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner.

Dem Bericht zufolge zögern die Städte, Bußgelder zu verhängen oder den Zutritt und die Aktivität bis Mitte Mai zu verbieten. Seit Mitte März gilt eine bundesweite Pflicht zur Corona-Impfung für Krankenhaus- und Pflegepersonal. Ohne Nachweis droht ein Beschäftigungsverbot, das von den kommunalen Gesundheitsämtern ausgesprochen werden kann. Die allgemeine Impfpflicht fand im April keine Mehrheit im Bundestag. (28. April 2022)

Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gilt in Supermärkten keine Maskenpflicht mehr

Nach dem Ende der meisten staatlichen Auflagen für die Krone in Deutschland entfallen letztere, noch strengere Auflagen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Der Senat der Hansestadt und das Schweriner Kabinett haben beschlossen, zusätzliche Schutzregeln, etwa eine zusätzliche Maskenpflicht, aufzuheben. Beide Länder nutzten mehrere Wochen lang bundesweit als einzige eine umstrittene Hotspot-Klausel für Regionen mit kritischer Pandemie-Lage. Auch nach den Osterferien gibt es in Deutschland noch starke Schwankungen bei den offiziellen Zahlen der Neuinfektionen. Aus Sicht des Gutachters besteht die Gefahr zusätzlicher Unsicherheit, wenn die Tests nicht in Schulen durchgeführt werden.

Angesichts der aktuellen Infektionslage sollten die im Rahmen der sogenannten Hotspots-Regel verhängten Maßnahmen nicht über den kommenden Samstag hinaus verlängert werden, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Cencher (SPD) am Dienstag nach Beratungen mit seinem rot-grünen Senat. Es gibt keinen Grund für eine Verlängerung. “Jetzt machen wir wieder große Schritte in Richtung eines normalen Lebens.” (27. April 2022)