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Volkswagen umbenennen: Ministerpräsident Weil lehnt ab

Stefan Weil

Der niedersächsische Ministerpräsident sitzt auch im Aufsichtsrat von Volkswagen.

(Foto: dpa)

Der niedersächsische Ministerpräsident Stefan Weil hat sich gegen den neuen Namen des VW-Konzerns ausgesprochen. „Volkswagen wird Volkswagen bleiben“, sagte der SPD-Politiker, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, dem Handelsblatt. Eine Namensänderung des Unternehmens kann man ihm nicht nachsagen.

Weil reagierte auf die Ausführungen von CEO Herbert Dis. Er beauftragte ein Team damit, einen völlig neuen Namen für den Autobauer zu finden – zunächst nur als Beispiel. Dies wurde zuerst von “Store Manager” angekündigt. Dementsprechend bleibt abzuwarten, ob die Erwägungen auch Anwendung finden werden.

Die mögliche Umbenennung des gesamten Unternehmens war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Problem in Wolfsburg. Der Grund ist, dass die Gruppe und die Hauptmarke den gleichen Namen haben. Volkswagen Pkw, ein Hersteller von Golf und Passat, ist die volumenstärkste Marke. Andere Konzerntöchter wie Audi, Seat, Skoda, Porsche oder Traton sind bei Unternehmensthemen in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund gedrängt worden.

Die Überlegungen von Dis machen Sinn, da der Vorstand derzeit die Führungsstruktur überprüft. Ein Problem dabei ist, dass Marke und Konzern gesellschaftsrechtlich nicht getrennt sind. Pläne für eine klarere Aufteilung hat der Vorstand in der Vergangenheit stets abgelehnt, da dies zu hohen Kosten führen könnte.

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Wie Weil lehnte auch der VW-Betriebsrat einen neuen Namen ab. „Unser Konzern heißt Volkswagen. Und dabei wird es bleiben“, sagte ein Sprecher der Kommission.

Mit seinen Plänen sorgte Dis in Wolfsburg für Unruhe. Aber es gibt viele Beispiele für Umbenennungen. Der Internetgigant Google benennt seinen Mutterkonzern Alphabet um und Facebook benennt Metaplattformen um. Auch in der Autobranche ist das Vorgehen bekannt: Unter dem Dach von Stellantis fusionieren nun die Marken Fiat, PSA und Chrysler.

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