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Warum gesunder Schlaf wichtig für das Herz ist

© Julian Hochgesang unsplash.com 31.05.2022 Gesunder Schlaf wirkt wie ein Heilmittel: Während der Nacht Ruhe, Herzfrequenz und Blutdruckabfall. Außerdem wird der Fett- und Zuckerstoffwechsel optimiert, das Immunsystem gestärkt, die Wundheilung beschleunigt und Zellreparaturprozesse in Gang gesetzt.

Umgekehrt hat Schlafmangel schwerwiegende Folgen für den Körper – insbesondere das Herz: „Wird erholsamer Schlaf zur falschen Zeit oder regelmäßig zu kurz durchgeführt, können die gesundheitlichen Folgen schwerwiegend sein und zu vielen Krankheiten führen, darunter auch zu schweren Gefäßerkrankungen Krankheiten – Systeme“, warnt der Kardiologe Prof. Dr. medizinische Phil. Anil-Martin Sinha vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Stiftung Kardiologie und Chefarzt der Abteilung Kardiologie am Sana Klinikum Hof ​​heute in der aktuellen Ausgabe von HERZ.

Nebenwirkungen auf Herz und Kreislauf sind besonders ausgeprägt bei schlafbezogenen Atemstörungen wie der obstruktiven Schlafapnoe.

Während wir schlafen, ist das Gehirn sehr aktiv: „Das Gedächtnis wird in verschiedenen Schlafphasen gebildet und gestärkt“, erklärt Prof. Sinha. Erinnerungen werden verstärkt und unnötig gelöscht. „Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Gehirnfunktion und Schlafqualität“, sagt der Kardiologe. Erholsamer Schlaf ist jedoch nicht nur für die kognitive, sondern auch für die körperliche Regeneration enorm wichtig.

Denn während wir schlafen, werden die Prozesse der Zellreparatur aktiviert und bestimmte Stoffwechselvorgänge aktiviert und optimiert – wie etwa der Fett- und Zuckerstoffwechsel. Außerdem wird der Blutdruck langfristig konstant gehalten, was sich auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf auswirkt. Umgekehrt kann chronischer Schlafentzug entzündliche Prozesse im Körper hervorrufen: Es entstehen aggressive Sauerstoffmoleküle, sogenannte „freie Radikale“, die Zellen und Gewebe angreifen und unter anderem Arteriosklerose begünstigen, eine der Hauptursachen vieler Herzinfarkte Gefäßerkrankungen.

Nächtliche Atemaussetzer: Vorsicht bei Verdacht auf Schlafapnoe

Eine Schlafstörung liegt vor, wenn eine Person mindestens dreimal pro Woche für einen Monat oder länger Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Einschlafen hat. Hinter Schlafstörungen stehen oft psychische, neurologische oder andere körperliche Erkrankungen. Eine der häufigsten Ursachen ist Schlafapnoe, bei der Sie im Schlaf aufhören zu atmen. Typische Symptome sind Schnarchen und Tagesmüdigkeit. Nächtliche Atemaussetzer haben schwerwiegende Folgen: Zellen und Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. „Dann gerät der Körper in einen Angstzustand, Blutdruck und Herzfrequenz steigen“, erklärt Prof. Sinha. Bei Verdacht auf Schlafapnoe sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, rät der Kardiologe und warnt: „Unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall und verkürzt die Lebenserwartung.“

Tipps für besseren Schlaf

Neben körperlichen Ursachen können auch Stress, schwere Mahlzeiten am Abend oder eine ungesunde Lebensweise allgemein Schlafstörungen hervorrufen. Bei Ein- und Durchschlafstörungen sollten Sie abends nur leichte, eiweißreiche Mahlzeiten zu sich nehmen und mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee trinken. Weitere Tipps für gesunden Schlaf sind:

Gehen Sie jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett. Die Zeit zum Einschlafen und Aufwachen sollte nicht mehr als 30 Minuten voneinander abweichen.

Das Schlafzimmer sollte kühl, ruhig und dunkel sein – 18 Grad sind ideal. Frische Luft garantiert auch besseren Schlaf.

Regelmäßige Schlafrituale wie Atemübungen, das Hören sanfter Musik oder Meditation helfen dabei, zur Ruhe zu kommen und besser zu schlafen.

Vermeiden Sie spätabends elektronische Geräte wie Computer, Smartphones oder Tablets.

Regelmäßige Bewegung verbessert den Schlaf, aber nicht, wenn Sie spät in der Nacht aktiv sind. Verlegen Sie Ihre körperliche Aktivität also auf die Zeit vor 18 Uhr.

Online veröffentlichter Artikel von: / Doris Holler /