Mikaela Shiffrin ist nur noch einen Weltcupsieg vom Rekord der schwedischen Skilegende Ingemar Stenmark entfernt. Die US-Amerikanerin gewann am Samstag den ersten von zwei Slaloms in Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) und kann am Sonntag mit ihrem 86. Erfolg Stenmark einholen. Shiffrin distanzierte nicht nur die Deutsche Lena Dürr (+0,60 Sekunden), sondern auch ihre größten Konkurrentinnen im Slalom-Ranking Wendy Holdener (SUI/+1,31) und Petra Valkhova (SVK/+1,56).
Auch Shiffrin kann sich nach seinem elften Saisonsieg am Sonntag (9.15 Uhr bzw. 12.15 Uhr) vor dem Courchevel/Meribel-Weltcup die kleine Kristallkugel sichern. Holdener fehlen Shifrin 175, Valkhova 195 Punkte. Nach Spindlermühle stehen in Aare und Soldeu zwei weitere Slaloms im Kalender.
Franziska Gritsch war in dieser durchwachsenen ÖSV-Slalomsaison die neuntbeste Österreicherin und verbuchte dank einer leichten Leistungssteigerung im zweiten Durchgang ihr zweites Top-10-Resultat der Saison. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Es waren zwei solide Läufe, aber da ist definitiv noch etwas dran. Gerade im Steilhang ist noch was drin“, sagte die 25-Jährige, die zwei Plätze vor Landsfrau Katarina Troupe ins Ziel kam.
Letztere waren bereits zur Halbzeit als Fünfte in respektablem Abstand zum Podium und fielen schließlich etwas zurück. „Die Gefühle sind gemischt. Das erste Rennen lief sehr gut, im zweiten fehlte natürlich Alzerl. Das Rennen war eng, ein oder zwei Zehntel schneller und ich bin Siebter oder Achter. Und dann sieht die Welt wieder anders aus“, sagte der einzige Fahrer auf dem ÖSV-Podium in dieser Saison.
Die um ihre Form kämpfende Katharina Liensberger musste nach Platz sechs in Flachau einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nachdem sie in der ersten Runde nur 26. geworden war, kämpfte sie im Finale um die Aufholjagd und landete auf dem 22. Platz. „Nach der ersten Runde wusste ich, dass ich die Linie mehr pushen musste. Es ist wichtig, dort am Limit zu fahren. Darauf muss ich morgen aufbauen.“
Die aktuelle Saison, in der ihr nur zwei Top-Ten-Platzierungen (Achter, Sechster) gelang, verlangt ihr auch mental alles ab. „Ich bin normalerweise sehr ungeduldig, es ist jetzt wirklich keine einfache Zeit. Aber das muss ich überwinden”, betonte die 25-Jährige, die sich erst Anfang der Woche von ihrem Trainer Livio Magoni getrennt hatte. „Wenn etwas schief geht, kann man am meisten daraus lernen. Hoffentlich komme ich sehr schnell wieder dorthin, wo meine Ziele liegen.“
(APA)/Bild: GEPA
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