Das „Haus der Digitalisierung“ nimmt innen und außen immer erkennbarere Formen an – auch für Laien. Obwohl vielerorts noch Lüftungsschächte und Kabeltrassen freigelegt sind, sind nun Klassenzimmer, Büros und Besprechungsräume in ihrer späteren Form zu erkennen.
Am 10. Mai vergangenen Jahres fand der Spatenstich für das „Haus der Digitalisierung“ statt – gut ein Jahr und rund 83.000 Arbeitsstunden später steht das Großprojekt nun am Start. Die letzten Ausbauarbeiten sind in vollem Gange, doch schon jetzt zeichnet sich ab, wie beeindruckend das futuristische Gebäude nach seiner Fertigstellung mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten sein wird.
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ORF/Hannes Steindl Das Projekt nimmt Gestalt an, Anfang 2023 soll das „Home of Digitization“ eröffnen. ORF/Hannes Steindl Zentrum ist der sogenannte Showroom, der sich über zwei ORF-Etagen erstreckt Eine riesige LED-Wand lässt Unterschiedliches zu Projektionen
Bereits vor Baubeginn wurde das Projekt von der Europäischen Union ausgezeichnet. „Umwelt- und ressourcenschonendes Bauen ist das Gebot der Stunde“, betonte Wirtschaftsminister Jochen Danninger (ÖVP). Das Gebäude ist als „klimaaktiv“ zertifiziert und nach neuesten technischen Standards gebaut. Gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verschaffte sich Danninger in dieser Woche ein Gesamtbild über den Baufortschritt am Campus Tuln.
Die digitale Welt durchdringt viele Lebensbereiche
Das zunehmende Vordringen der Digitalisierung in den Alltag und das Berufsleben war anfangs von Ängsten, Zweifeln und Ablehnung begleitet. Doch erst die pandemiebedingten Phasen während der Lockdowns und Homeoffice-Regelungen haben der Digitalisierung einen neuen Schub gegeben.
„Haus der Digitalisierung“ weiterhin im Zeitplan
„Viele dachten, dass durch die digitale Welt Tausende Jobs verloren gehen würden. Heute wissen wir: Es ist ganz anders. Die Digitalisierung hilft uns, die Produktion aufrechtzuerhalten und Arbeitsplätze zu schaffen“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nach der Baustellenbesichtigung.
„Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit – wer fit für die Digitalisierung ist, ist auch für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet. Deshalb haben wir in Niederösterreich ein ganzes Paket an Maßnahmen und Vorschlägen entwickelt, um die digitale Transformation der heimischen Wirtschaft zu beschleunigen – zum Beispiel das Impulsprogramm „digi4Wirtschaft“, ergänzte Mikl-Leitner.
Dienstleistungen und wechselnde Ausstellungen
Ein Schwerpunkt des Gesamtprojekts „Haus der Digitalisierung“ ist die Unterstützung von Unternehmen aus Niederösterreich.“ Mit dem „Haus der Digitalisierung“, das wir derzeit in Tuln mit einem Budget von über 33,5 Millionen Euro bauen, wollen wir helfen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Niederösterreich aufzuzeigen, wie sie sich noch intensiver mit den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung auseinandersetzen und so das Beste aus ihrem Unternehmen und ihren Mitarbeitern herausholen können“, erklärt der für Digitalisierung zuständige Landesrat Jochen Danninger .
ORF-Landesrat Jochen Danninger (2.v.l.) und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Ortsbegehung
Eine jährlich wechselnde Ausstellung soll laut Mitteilung die Digitalisierung erlebbar machen. Danninger ist überzeugt, dass das Zusammenspiel von Österreichs größtem 360-Grad-LED-Screen mit der beeindruckenden Showroom-Architektur sowie der Beleuchtung und den innovativen Exponaten für einen „Wow-Effekt“ beim Publikum sorgen soll. Mit der Eröffnung des realen „Haus der Digitalisierung „Auch 2023 startet die erste Ausstellung im Showroom: eine multimediale Inszenierung zum Thema „Mensch und Maschine“. Spätestens im Frühjahr 2023 soll das Haus eröffnet werden.
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