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100.000 Quadratmeter in Flammen, Häuser evakuiert

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Erstellt: 20.07.2022 Aktualisiert: 20.07.2022 23:05

Von: Markus Vilcek

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Nach der Hitze und Trockenheit der letzten Tage brennt in Altena bereits der Wald. Ein größeres Gebiet im Raum Hegenscheid/Vicksberg soll betroffen sein. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

[Update, 23 Uhr] Unterdessen fiel der vorhergesagte Regen. Das könnte für Rettungsdienste hilfreich sein, die versuchen, das Feuer am Donnerstagabend einzudämmen.

[Update, 22.30 Uhr] „Das Feuer hat sich enorm und schnell ausgebreitet“, sagte Bezirksbrandmeister Michael Kling, der mit etwa 100 Mann die ganze Nacht über mit schwerer Handarbeit das Feuer löschen lässt. „Denn nachts sinkt die Temperatur der Erde. Zusammen mit dem prognostizierten Regen haben wir dann gute Chancen, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen“, so Kling weiter.

Waldbrand in Altena: 100.000 Quadratmeter in Flammen, Häuser evakuiert

[Update, 22.02 Uhr] Das Feuer ist immer noch nicht unter Kontrolle. Über 400 Einsatzkräfte sind im Einsatz – das sind Feuerwehr, DRK und Polizei. Die Straßensperrungen bleiben über Nacht bestehen.

[Update, 21.45 Uhr] In Hegenscheid brennt es weiter unkontrolliert. Jetzt haben frische Kräfte, darunter die Plattenberger Wehr, den Kampf aufgenommen.

[Update, 20.55 Uhr] Die Helikopter wurden vor ein paar Minuten abgeschrieben. „Sie können nicht im Dunkeln fliegen“, erklärt Polizeisprecher Christoph Hüls. Denn um überhaupt Wasser transportieren zu können, wurden die schweren Nachtsichtgeräte demontiert. Der Wasserwerfer der Polizei steht noch am Flughafen Hegenscheid. Die Hochwasserentlastung Altena wird derzeit erneuert, unter anderem durch die Feuerwehr Plettenberg.

[Update, 20.28 Uhr] Nach Angaben der Brand- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises werden in Altena weitere Führungskräfte benötigt, um die Großlage zu bewältigen. Deshalb ist Herscheider Feuerwehrhauptmann Andre Zimmermann derzeit auf dem Weg in die Burgenstadt.

[Update, 20.12 Uhr] Rund 350 Einsatzkräfte sind derzeit aus dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe im Einsatz. Olpe Experten erstellten die Wasserversorgung mit einer Hochleistungswasserpumpe. Laut dem Pressesprecher der Feuerwehr, Philip Sele, hat der Regen die Situation “minimal entspannt”. Aber sie ist immer noch sehr angespannt; das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle. Dies ist einer der Gründe für die Evakuierungsmaßnahmen.

[Update, 19.38 Uhr] Das Feuer ist immer noch nicht unter Kontrolle, es frisst weiter am Wald. „Das Problem ist, dass die Feuerstellen mit dem Auto schwer zu erreichen sind. Deshalb ist der Helikopter so viel unterwegs, um aus der Luft zu löschen“, beschreibt Polizeisprecher Christoph Hüls die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte.

Briefing unter der Markise. © Jonah Wiechowski

[Update, 19.18 Uhr] Das XXL-Wasserversorgungsbecken steht, fasst ca. 15 Kubikmeter Wasser. Laut Polizeisprecher Christoph Hüls ist der Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei Bochum mit seinem 10.000-Liter-Tank bereits eingetroffen und wird von Iserloner Seite unterstützt. Und gerade jetzt gibt es noch eine gute Nachricht: Der Regen wird stärker.

Das Becken ist voll, es sammelt sich etwa 15 Kubikmeter. © Jonah Wiechowski

[Update, 18.59 Uhr] Die Zahl der Einsatzkräfte steigt laut Philip Sele, Sprecher der Feuerwehr Altena, weiter und soll nun bei rund 330 liegen. Einige Viehtransporter sind inzwischen im Sperrgebiet rund um den Waldbrand eingetroffen, um möglichst viele Tiere vor dem Brand zu retten Bauernhöfe. Die beiden Löschhubschrauber fliegen weiter. Fast 800 Liter Wasser können sie aus ihren Bambi-Eimern pro Runde übers Feuer gießen.

[Update, 18.45 Uhr] Jetzt fallen die ersten Regentropfen auf Hegenscheid. Das Wasser von oben soll den Einsatzkräften helfen.

[Update, 18.40 Uhr] Auch vier Stunden nach Beginn des Einsatzes ist das Feuer noch nicht unter Kontrolle. Inzwischen begannen auch Gewitter in Teilen des Märkischen Kreises, darunter Lüdenscheid, niederzugehen. Die Sturmfront dürfte bald den Raum Altena/Iserlohn um Hegenscheid erreichen. Bevor jedoch ein Gewitter ausbricht, muss die Lage von einer Drohne aus der Luft neu analysiert werden.

Eine Drohne hebt ab, um Luftaufnahmen des Feuers zu machen. © Jonah Wiechowski

[Update, 18.23 Uhr] Olpe Water Transport Train Specialists sind derzeit damit beschäftigt, eine weitere Wasserleitung zum Löschen in Betrieb zu nehmen. Dafür wird eine Art XXL-Kinderbecken gebaut, in dem Wasser zwischengespeichert werden kann.

Einsatzkräfte haben eine weitere Löschwasserleitung hergestellt. © Jonah Wiechowski

[Update, 18.15 Uhr]: Das Operations Center verfügt über weitere Informationen zum Ausmaß der Brandkatastrophe. 100.000 Quadratmeter (10 Hektar) Wald brennen jetzt. Und das Feuer ist immer noch außer Kontrolle. Etwa 300 Arbeiter aus der gesamten Region sind im Einsatz. Ein dritter Hubschrauber ist ebenfalls vor Ort. Im Kreis Hegenscheid wurden bereits Wohngebäude evakuiert und es wird derzeit versucht, möglichst viele Tiere von den Höfen im betroffenen Gebiet in Sicherheit zu bringen.

[Update, 18.08 Uhr] Wie die Polizei soeben berichtete, fanden Passanten gegen 14:40 Uhr die ersten Rauchkugeln auf der Altenaer Seite des Hügels zwischen Altena und Iserlon. Die Polizei unterstützt die Löscharbeiten mit mehreren Beobachtungs- und Löschhubschraubern. „Zwei Polizeihubschrauber bringen mit Bambi-Eimern Wasser aus Lenne und kippen es auf die schwer erreichbaren Feuerstellen am Hegenscheider Steilhang“, sagte Polizeisprecher Christoph Hüls. Zufahrtsstraßen nach Hegenscheid und Wixberg sind im Tal beidseitig gesperrt. „Die Zufahrtsstraßen müssen unbedingt für Einsatzfahrzeuge frei bleiben“, appelliert die Polizei. Auch der Luftraum über Altena ist gesperrt. Andere Polizeikräfte der umliegenden Polizeibehörden ergreifen Eindämmungs- und Besatzungsmaßnahmen. „Das Feuer bewegt sich nach oben in Richtung der Hegenscheider Siedlungen, weshalb die Bewohner dort ihre Häuser verlassen mussten“, sagt Hüls.

[Update, 18 Uhr] Die Kommandozentrale befindet sich rund 600 Meter unterhalb der Brandstelle. Auch der Bürgermeister von Altena, Uwe Kober, ist vor Ort und erhält Informationen zur Lage. Auch der Katastrophenschutz ist angekommen. Einige Landwirte unterstützen die Feuerwehr mit ihren Tankwagen. Auch der Wasserwerfer ist unterwegs, muss aber auf der Iserlon-Seite zum Einsatz kommen und mit seinem 10.000-Liter-Tank auch Wasser zum Brandort transportieren.

Die mobile Schaltzentrale. Von hier aus werden die zahlreichen Einsatzkräfte koordiniert. © Jonah Wiechowski

[Update, 17.45 Uhr] Der Helikopter fliegt weiter zwischen Lenne und dem brennenden Wald hin und her. Es erhält neues Wasser im Bereich der Lennetalsperre an der Itanybrache im Bereich der Buchholzeinmündung. Die von Olpe gesuchten Arbeiter sind Pumpenspezialisten, die mit ihrem Wissen im steilen Gelände sicher gut unterstützen können. Außerdem helfen Einsatzkräfte aus Menden, Hemmer und Plettenberg.

[Update, 17.40 Uhr] Inzwischen gibt es eine stabile Wasserversorgung zum Löschen mit Wasser aus der Lene. Doch die Flammen schlagen weiter durch Hegenscheid in Richtung Flughafen. Die Polizei evakuierte von dort. Die Einsatzkräfte hoffen derzeit vor allem darauf, dass der prognostizierte Regen tatsächlich kommt, und zwar so schnell wie möglich. Andernfalls kann die Situation für einige Zeit außer Kontrolle bleiben. Auch Teile der Feuerwehr Verdol wurden nun zur Unterstützung nach Altena gerufen. Unterstützung gibt es auch aus Neuenrade. Die Einsatzkräfte sind auf dem Weg zum sogenannten Sammelplatz in der Sauerlandhalle am Knerling.

[Update, 17.30 Uhr] Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt Altena ab den Abendstunden (20 Uhr) vor bevorstehenden Gewittern mit Starkregen in Streifen von etwa 30 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde. In der Nacht zum Donnerstag sind weitere Gewitter möglich, sowie für die Jahreszeit ungewöhnlich starke Niederschläge mit 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Diese Regenmengen würden den Rettungsdiensten sicherlich bei ihren Brandbekämpfungsbemühungen helfen. Allerdings warnt der DWD auch bei Starkregen und Gewittern vor starken bis böigen Winden um 65 km/h (Bft 7 bis 8). Natürlich könnte dies die Flammen wieder entfachen.

Einsatzkräfte kämpfen gegen Rauch und Flammen, können aber bisher nicht viel ausrichten. © Jonah Wiechowski

[Update, 17.10 Uhr] Die Flammen toben weiter. Auch Kräfte aus Balve sind in Hegenscheid stationiert. Gegen 16:15 Uhr wurden Militärangehörige und Fahrzeuge aus dem Hönnetal und aus Volkringhausen zusammen mit dem Wassertransportzug OST MK nach Altena geschickt.

[Update, 16.56 Uhr] Andere Kräfte, die die Flammen bekämpfen. Zwischenzeitlich wurde auch überörtliche Hilfe aus dem Kreis Olpe angefordert. Ein Krankenwagen ist auf dem Weg nach Altena. Denn das Feuer ist immer noch nicht unter Kontrolle. Auch der Wind auf den Höhen fachte die Flammen immer wieder an und verschärfte die Situation weiter.

Die Feuerwehr bekämpft die Flammen in Hegenscheid. Bisher vergebens. © Jonah Wiechowski

[Update, 16.37 Uhr] Die Lage wird immer dramatischer. Da sich das Feuer weiterhin unkontrolliert und schnell in Richtung des Iserlohner Stadtteils bei Hegenscheid ausbreitet, beginnt die Polizei rund um den Flughafen Hegenscheid nun mit ersten Evakuierungen von Wohngebäuden. „Erstens ist es eine Vorsichtsmaßnahme …