Politiker und SPÖ-Anhänger hatten sich auf dem Linzer Hauptplatz versammelt, wo Bundespräsident Michael Lindner keine Kritik an der Regierung scheute. „Immer mehr Menschen hier in Oberösterreich sind tatsächlich im Wasser. Und unsere Regierung hält die Bremsen. Aber nicht auf die Inflationsbremse, sondern auf die Bremse, damit wir endlich gegensteuern können. Es gibt Gipfel für die Fotos, aber eigentlich geht nichts weiter“, sagt Lindner
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Luger: “Von einem Skandal zum nächsten”
Auch der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger lächelte nicht: „Und das waren innenpolitisch sehr turbulente Jahre. Wahrscheinlich hat es in der Zweiten Republik noch nie eine Regierung gegeben, die von einem Skandal in den nächsten taumelte. „Leider ist das Vertrauen vieler Menschen in die Politik und damit in unsere demokratischen Strukturen objektiv geschrumpft“, sagte Luger.
Heimbuchner: „Enteignung der Österreicher“
Am anderen Donauufer, im Bierzelt des Urfahraner Marktes, feiert die Freiheitliche Partei den 1. Mai. FPÖ-Chef und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Heimbuchner ging in seiner Rede nicht nur scharf mit der Bundesregierung, sondern auch mit der EU-Zinspolitik um.
Wo ist die Empörung all derer, die sich über die Polen, die Tschechen, die Ungarn und die Slowaken ärgern, wo ist die Empörung über die Politik der Europäischen Zentralbank, liebe Freunde, das ist die Enteignung der Österreicher, dh. Enteignung von Arbeitern in diesem Land, das ist Enteignung von Bauern, das ist Enteignung von Unternehmern, liebe Freunde, wo bleibt diese Aufregung?“, sagte Heimbuchner am Sonntag.
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Kikel: Kritik an den „Luxussozialisten“
Deutliche Worte fand auch Herbert Kickel, Vorsitzender der FPÖ-Bundespartei, der am Sonntag aus Wien anreist. Neben der scharfen Kritik an der CoV-Politik und der Bundesregierung, die ihm angesichts der Inflationswelle hilflos gegenüberstand, war die SPÖ eines der Hauptziele von Kickl: „Und genau das ist das Problem der SPÖ. Sie werden keine Luxussozialisten mehr unter den Arbeitern finden. Sie finden sie nicht mehr im kommunalen Wohnungsbau, Sie finden die luxuriösen Sozialisten auf dem Golfplatz und in den VIP-Lounges dieser Republik. Sie nisteten dort. “Sie wollen nichts mehr mit Arbeitern zu tun haben”, sagte Kickle.
Mit Blick auf die voraussichtlich im Herbst stattfindende Bundespräsidentenwahl sagte er am Sonntag: „Und das bedeutet, einen neuen Bundespräsidenten zu nehmen und mit Herrn Van der Belen offiziell in den Ruhestand zu gehen“, sagte Kickel. Wer der FPÖ-Kandidat sein könnte, verriet der FPÖ-Chef allerdings nicht.
Stelzer: Eine gasfreie Industrie in Gefahr
Die ÖVP hat Großveranstaltungen und Kundgebungen am 1. Mai stets gemieden und den Tag der Arbeit für Firmenbesuche genutzt. Landeshauptmann Thomas Stelzer war am Sonntagmorgen bei SMURFIT in Nettingdorf bei Ansfelden. Er sprach von der dringenden Notwendigkeit, die Gasabhängigkeit zu verringern. Er hört und versteht die Aufrufe, angesichts des Leids in der Ukraine das Gas abzustellen. Aber als Verantwortlicher müsse man auf das Land schauen, sagt Schelzer.
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OÖVP / Peter C.Mayr ORF OÖ OÖVP / Peter C.Mayr
„Leider muss gesagt werden, dass jeder, der jetzt den Gashahn aufdreht, unsere Industriebetriebe gefährden und Massenarbeitslosigkeit verursachen würde. Das haben wir auch hier erlebt, an diesem beeindruckenden Standort in Netsingsdorf, einem sehr energieintensiven Unternehmen, das in Sachen Energieeffizienz zum Vorreiter in Europa geworden ist, der auch als Vorreiter im Bereich Umwelt und Energie viele Auszeichnungen und Anerkennungen erhalten hat . Sollte es aber zu einem Gasstillstand kommen, haben wir auch hier gehört, dass dies große Auswirkungen auf die Produktion hätte, diese weitgehend zum Erliegen käme und dies natürlich auch die unangenehmsten Folgen für die etwa 360 Mitarbeiter hier hätte.
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