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Wo der Bürgermeister Wurst und Schnecken kauft

Das erste Mal brachte er ihn zu Moslinger. Der Bürgermeister will wissen, wie es läuft, was es zu essen gibt und wie es läuft. „Wenn das Wetter hält, ist das großartig“, sagte er.

Das Gasthaus Möslinger aus dem 2. Bezirk ist einer der 125 Aussteller beim Stadtpark-Genussfest, das von gestern, Freitag und Sonntag läuft.

Michael Ludwig kommt um elf Uhr, das ist die beste Zeit, um sich mit denen auszutauschen, die am Freitagmorgen Zeit haben: Rentner. Wegen der Krone musste das Lustfest für zwei Jahre unterbrochen werden. Zwei Jahre ohne Großveranstaltungen, was auch bedeutet: wenig Möglichkeiten für den Bürgermeister, sich unters Volk zu wagen.

Im Stadtpark ist Ludwig nah bei den Menschen: Hände schütteln, für Fotos posieren, winken, scherzen und grüßen. Und einkaufen. Zwei Packungen Pilzwürste und Pesto bei der Wiener Pilzmanufaktur Hut & Stiel, Bio-Kräuterwürste von freilaufenden Schweinen und Rindern, „Sissi-Brot“ („Das sieht so ursprünglich aus“) bei der Hofbäckerei Mauracher im Mühlviertel, getrocknete Pilze bei a Fabrik für „Gut geschützt“, Schneckenpesto bei Wiener Schneckenzüchter Gugumuck – „Einstiegsprodukt“, sagt der Chef.

Der Bürgermeister hat sich an Schnecken versucht: Er sagt, er habe schon Schneckenleberkäse gegessen.