Pech für CSU-Chef Marcus Söder (55)!
Kaum hatte er seinen Generalsekretär Stefan Meyer, 48, durch Drohungen gegen Journalisten verloren, geriet sein Nachfolger, Martin Huber, 44, in einen Plagiatsskandal.
Verdacht: Laut BILD am SONNTAG soll Huber seine Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (“mit Auszeichnung”) durch Abschreiben von Zitaten betrogen haben.
Huber selbst erklärte, er habe seine Doktorarbeit „soweit er wusste und glaubte“ geschrieben und werde die Universität dennoch bitten, „die Arbeit noch einmal zu prüfen“.
Plagiatorenjäger und Buchautor Jochen Zenthofer (“Plagiate in der Wissenschaft”) hat dies bereits getan und allein auf den ersten 26 von 252 Seiten mehr als zwei Dutzend kopierte Passagen gefunden.
BILD nennt Beispiele:
► Auf Seite 6 der Dissertation schreibt Huber: „Außenpolitik bedient sich eines ‚mehr oder weniger klaren Beziehungsmodells einer umfassenden Strategie‘ – wörtlich zu finden im Handlexbuch Internationale Politik.
► Auf Seite 9 schreibt Huber, Diplomatie sei „das Management internationaler Beziehungen durch Verhandlungen und die Methode, mit der diese Beziehungen von Botschaftern und Gesandten gepflegt werden“ – wörtlich zu finden im „Handbuch“, das selbst erkennt: die Definition stammt aus dem Oxford English Dictionary!
► Auf Seite 26 bedient sich Huber des Politikforschers Prof. Reinhold Roth. Huber philosophiert über den „kraftvollen oder realpolitischen Ansatz“ der Außenpolitik, „der große Teile der Geschichtswissenschaft und der Gestaltung praktischer Politik bestimmt“ – Wort für Wort nachzulesen in Roths Politklassiker von 1973: „Parteiensystem und Außenpolitik“!
In unserem Auftrag: Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main begutachtet derzeit die Dissertation des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE (ua BILD, BamS, Welt), Ph.D. Matthias Döpfner (59), wegen Plagiatsverdachts.
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