Gewonnen haben Michelle, Samuel Walder und Ralph Dongi
Auf einer Baustelle in Voisisberg hat sich am Donnerstagmorgen kurz nach 10 Uhr ein tragischer Unfall ereignet. Drei Arbeiter sind begraben.
Zwei Männer wurden beim Einsturz der Grube tödlich verletzt, ein Mann wird seit langem vermisst. Dann, am Freitagmorgen, die traurige Sicherheit: Auch der dritte Arbeiter kam bei dem Einsturz ums Leben, wie die Polizei des Kantons Schwyz mitteilte. Mit Hilfe von Suchhundeteams und insgesamt 90 Wachleuten konnten alle drei Opfer aus den Trümmern gerettet werden. Dass weitere Personen verletzt wurden, kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
Bagger Andy Traichler (35) findet den Verstorbenen. „Ich kenne diese Situation, seit ich bei der Feuerwehr bin“, sagt er gelassen. Er versucht, solche Arbeiten in Ruhe und aus der Ferne zu erledigen und sich nach einem solchen Ereignis mit Mitarbeitern, Familie und Angehörigen auszutauschen.
Nun unterstützt der Baggerfahrer die Sicherheitsarbeit weiter, denn zusammen mit anderen Experten sei die Baugrube nun „so gesichert, dass nichts mehr passiert“, so Treichler. Diese Arbeiten dauerten am Freitagnachmittag noch an.
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Weiteres Material droht einzustürzen
Das heruntergefallene Material ist eine Mischung aus Betonwand und Erde. Nach dem Unglück war die Baugrube lange Zeit sehr gefährlich, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weiteres Material nach unten rutschte. Michael Marty, ein diensthabender Polizeibeamter im Kanton Schwyz, sagte am Donnerstagnachmittag, dass keine Retter zum Einsatzort kommen würden. Ein Bagger entfernte Material von der anderen Seite der Grube, um den gefährdeten Bereich zu entlasten. „Wir werden noch stundenlang graben müssen, bevor wir die Opfer retten können“, hieß es am Donnerstag.
Gegen 18 Uhr gaben die Experten schließlich grünes Licht. Die Grube wurde gesichert. Zunächst wurde der schwere Betonschutt mit einem pneumatischen Kran aus der Baugrube entfernt, bevor der Erdreich abgetragen wurde. Am Ende wurden alle Getöteten gerettet.
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Das Gerüst steht seit acht Jahren
In Voisisberg ist die Baustelle berüchtigt. Hier soll eine neue Tankstelle entstehen. Daneben befindet sich ein dreigeschossiger Rohbau, der demselben Mieter gehört wie die Baustelle mit der eingestürzten Stützmauer. Das Gerüst ist seit acht Jahren eingebaut. Zur Straßenseite gibt es keine Fenster, in den Zimmern liegt Müll. Auch der Baukran steht seit einigen Jahren hier.
Baustillstände habe es immer wieder gegeben, wie Bürgermeister Martin Whipfley gegenüber Blick bestätigte, der Feuerwehrleute der Gemeinde vor Ort besuchte. Die Baustelle ist der Gemeindeverwaltung bestens bekannt. Da er aber nicht im Bauausschuss sitzt, kennt er die Details nicht.
Unia-Gewerkschaftssekretär Franco Bashani, 58, besichtigte kopfschüttelnd die Baustelle. „Es ist gewährleistet, dass auf dieser Baustelle Sicherheitsregeln nicht eingehalten werden. Auf einen Blick sehe ich mehrere bemerkenswerte Orte, die erkundet werden müssen.“
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