Deutschland “Lügner” nennt
Lindners Rede wurde am Ende des Wahlkampfs massiv gestört
Bis: 10:22 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Endspurt bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
Hendrik Wust (CDU) ist seit rund einem halben Jahr Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Thomas Kuchati (SPD) will ihn ersetzen. Die heutige Wahl ist auch für die Bundesregierung von entscheidender Bedeutung.
Am Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wurde die Rede von FDP-Chef Lindner von lauten “Lügner”- und “Kriegstreiber”-Rufen unterbrochen. In gehobenem Ton versuchte Lindner, die “Zeitwende” und die Unterstützung der Ukraine zu verteidigen.
FDP-Chef Christian Lindner verteidigte unter lautstarken Protesten in Düsseldorf die militärische und finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine. Am Samstag widersetzte sich Lindner mehreren Dutzend Ausschreitungen, die die Bundeskasse am Samstag als „Kriegstreiber“ und „Lügner“ bezeichnete: „Wenn Sie glauben, Sie können mich aufregen, liegen Sie falsch.“ Er musste es tun, aber er erhöhte seine Stimme trotzdem schlecht.
Die besondere Situation nach dem russischen Angriffskrieg habe zu einer Zäsur geführt und Deutschland neue Schulden auferlegt, betonte Lindner. Ein Sonderfonds von 100 Milliarden Euro sei nötig, „um die 16-jährige Vernachlässigung der Bundeswehr zu stoppen“.
Trotzdem wagte er sich in die Menge: Lindner unter den Zuschauern in Düsseldorf
Quelle: dpa / Henning Kaiser
“Man muss kämpfen können, damit man nicht kämpfen muss”, lautete die Devise, sagte der Bundesfinanzminister am Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. “Das bedeutet nicht die Militarisierung der deutschen Außenpolitik.” Deutschland steht zur Ukraine, die auch europäische Freiheitswerte verteidigt.
Die FDP könnte viele Stimmen verlieren
An die kleine Gruppe von Tätern gewandt, rief Lindner unter lautem Applaus aus dem Publikum: “Tapfere Ukrainer verteidigen sogar die Freiheit derer, die sie niedertrampeln.”
Die FDP bildet derzeit im bevölkerungsreichsten Bundesland eine Koalition mit der HDZ. Aktuelle Studien belegen, dass die FDP meist bei sieben bis acht Prozent liegt, was für eine Neuauflage der schwarz-gelben Regierung in der Nordwestsee nicht ausreichen wird. Bei der Landtagswahl 2017 gewann die FDP 12,6 Prozent.
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