Erst das ungute Gefühl, dann die Party: Yverden – FCSG 0:2 – Umlauferinnerungen aus dem Halbfinale um den Pokal
Ich hatte ein ungutes Gefühl im Magen, aber ich freute mich trotzdem auf das Spiel gegen Yverden. Unterklasse? Der FCSG muss ihn vom Feld fegen! So oder so, so wie Grünweiss gerade auftritt. Aber: Yverden hat im Cup Lausanne und Zürich abgeräumt, das heisst schon was. So tauchte vor dem Pokal-Halbfinale der Satz auf: „Der FC St. Gallen ist Favorit, aber …“ … aber ja, das ist ein Pokal.
Linus Hammerley, Liveticker in Yverdon – FCSG
Dass die Weiss-Grünen auf dem Weg nach Bern wirklich bereit sind, die Grün-Weisser ins Stolpern zu bringen, ist von der ersten Sekunde an zu spüren. Yverden startet herausfordernd, frisch und mutig – keine Überraschung. Denn wer Uli Forte, den Trainer des Challenge-League-Teams, kennt, weiß, dass Forte es kann, das Team in schmutzige Kämpfe um den Pokal zu verwickeln.
Auch die Ostschweizer haben die gewohnte Spielfreude satt. Doch Yverden wehren sich gekonnt, und wenn die Abwehr der Unterschicht knackt, ist auch Martin, Spitzname Iker Casillas, unter den Balken. Es stellt sich heraus, dass es vorerst Yverdens Lebensversicherung ist und alles auf Halbzeit hält. Dagegen hat Espen-Torhüter Lucas Vatkovyak nichts gemeinsam.
Im FCSG-Pokal vor der Tür: Lucas Vatkovyak.
Bild: Freshfocus (Yverden, 21. April 2022)
Dass Watkowiak einen ruhigen Ball schieben kann, bleibt auch in der zweiten Halbzeit gleich. Vor dem Kasten der Gastgeber wird es dagegen immer unsicherer, gegen Yverden scheint Espens das Rezept gefunden zu haben. In der 54. Minute brachen alle Dämme, als Jeremy Guimeno mit freundlicher Hilfe des Balkens drückte und das 1:0 für den FC St. Gallen erzielte. Im Handumdrehen machte Jordi Quintile mit 2:0 den Deckel drauf.
Yverden fehlt die Energie, um gegen ein starkes St. Galler Team das Blatt zu wenden. Die Verpflichtung ist erfüllt! Das Stade Municipal wurde dann zum Schauplatz einer Party in St.Gallen. Und zum Ort des Public Viewing des anderen Cup-Halbfinals zwischen Lugano und Luzern. Lugano gewinnt, viele sind glücklich.
Pure Freude über den Einzug ins Finale: (links) Julian von Moos, Quaduo Dua, Bastien Toma und Jeremy Guimeno.
Bild: Freshfocus (Yverden, 21. April 2022)
Aber ganz ehrlich: Ich wollte Luzern als Finalgegner haben. Dieses Spiel wäre ein echtes Chaos! Lugano ist aber auch sehr entspannt. (seltsam)
Klicken Sie auf die schönsten Fotos von den Auftritten zum FCSG Cup auf dem Weg nach Bern:
1/32-Endstand, FC Münsingen – FC St.Gallen 0:5: Aufgrund der Unsicherheit bezüglich Kronenschutzmassnahmen hat sich der FC Münsingen entschieden, sein Recht auf Austragung des FCSG-Spiels abzutreten. Lucas Görtler aus St. Gallen und ein Duell von Luca Lavorato aus Münsingen im Kybunpark.
Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone (St. Gallen, 14. August 2021)
Add Comment