19.01.2023 06:25 (Akt. 19.01.2023 06:25)
Symbolbild
In Vorarlberg gab es im Jahr 2021 insgesamt 92 Anzeigen wegen Online-Kindesmissbrauch.
Mit der Anklage gegen den bekannten Theater- und Filmschauspieler Florian Teichtmeister, der angeblich 58.000 Akten mit sexuellen Bildern Minderjähriger und Minderjähriger beschafft und besessen haben soll und sich deshalb vor dem Bezirksgericht Wien am 8. Februar in digitaler Form verantworten soll Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird in den Fokus gerückt. Die Fallzahlen seien in den vergangenen Jahren stark gestiegen, bestätigte das Bundeskriminalamt am Montag.
Fälle verdreifacht
2021 gab es in Vorarlberg 92 Anzeigen wegen Online-Kindesmissbrauch. Ein Jahr zuvor waren es noch 107. Zehn Jahre zuvor wurden laut ORF nur noch 32 Fälle gemeldet. Die Aufklärungsquote liegt bei 90 Prozent. „Opfer erstatten nur in den wenigsten Fällen Anzeige oder können aufgrund ihres Alters oft keine Anzeige erstatten“, erklärt Dieter Cefan vom Bundeskriminalamt gegenüber dem ORF Vorarlberg.
Um für mehr Sicherheit zu sorgen, arbeiten Ermittler international zusammen. Opfer können sich anonym beim Verein stopline.at melden. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 24.534 mögliche Fälle gemeldet. Davon wurden 4.021 Fälle bestätigt. “Redakteure überprüfen diesen Inhalt und beurteilen, ob wahrscheinlich eine Straftat begangen wurde oder nicht.” Wenn ja, das Herkunftsland des Inhalts, d. h. die Stelle, an der diese Inhalte ins Internet gestellt wurden, wird gefiltert und dann die Polizei oder der Hosting-Provider informiert“, informierte Projektleiterin Barbara Schlossbauer den ORF Vorarlberg.
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