- Langenzenn: Autohaus ElringKlinger schließt Werk
- Ursache: Die Nachfrage nach Teilen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ist rückläufig
- „Bewusst schlecht kalkuliert“: Die IG Metall widersetzt sich der Unternehmensführung
- Nach schweren Verlusten aus der Krone: Der Autozulieferer machte wieder Gewinn
Der Autozulieferer ElringKlinger schließt sein Werk in Langenzen (Kreis Fürth). Bis heute produzieren rund 150 Mitarbeiter Hitzeschilde und Abschirmteile für die Abgasanlage von Verbrennungsmotoren. Doch die Nachfrage gehe zurück, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch (18.05.2022).
Autohaus ElringKlinger schließt Werk in Langenzenn – eigentlich gab es im März gute Nachrichten
Daher wird die Produktion in den nächsten Jahren auslaufen. Betriebsratschef Marcus Pemsel sagte der dpa, der “Frust und die Wut” der Belegschaft seien groß: “Jahrelang haben wir Sonderschichten gefahren, unsere Wochenenden geopfert, um uns vor den Kopf zu stoßen.” Die Verweigerung der Zollerleichterungen war ein Fehler.
Der Gewerkschaftssekretär der IG Metall West Mittelfranken, Jan Körper, sagte: „Das Unternehmen war vorsätzlich und schlecht kalkuliert gegen jeden Geschäftssinn, der Arbeitgeber lehnte das ernsthafte und nachhaltige Konzept der Fortführung ab. Die Verhandlungen über einen Sozialplan sollen am 3. Juni 2022 beginnen. Ende März verkündete der Autozulieferer nach einer wirtschaftlich schwierigen Phase tatsächlich positive Nachrichten.
2020 musste das Unternehmen aus Dettingen an der Herms (Kreis Reutlingen) einen Verlust von 40,8 Millionen Euro verbuchen – und schaffte es 2021 wieder schwarz zu werden. Vorstandsvorsitzender Stefan Wolf bezeichnete das Geschäftsjahr laut Mitteilung als „mehr als zufriedenstellend“. “. Damit hat es dem Unternehmen geholfen, im Bereich der Elektromobilität gut aufgestellt zu sein. Die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor ist bei Unternehmen vielerorts in Franken besonders ausgeprägt – Experten beklagen dies immer wieder. Nun ist auch das ElringKlinger-Werk in Langenzenn von dieser bedrohlichen Entwicklung betroffen.
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