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Erstellt: 2023-01-20 06:30
Von: Judith Braun
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Immer mehr Menschen leiden an einer Fettleber. Es gibt kein Medikament dagegen. Betroffene können jedoch ihre Ernährung ändern, um ihre Leber zu heilen.
In Deutschland leidet jeder dritte Erwachsene und jedes dritte übergewichtige Kind an einer Fettleber, die nicht durch Alkohol verursacht wird: Im Gegensatz zur sog -alkoholische Fettlebererkrankung), die früher hauptsächlich durch eine ungesunde Ernährung entstanden ist. Eine Fettleber ist nicht harmlos, sie erhöht schließlich das Risiko für schwere Erkrankungen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte. Umso wichtiger ist es, auf seine Ernährung zu achten und Lebensmittel zu konsumieren, die die Lebergesundheit fördern und eine Fettlebererkrankung heilen können.
Fettleber: Heilung unterstützen und verhindern mit fünf Lebensmitteln
Eine Fettleber kann durch übermäßigen Alkoholkonsum oder eine ungesunde Ernährung entstehen. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. © Wissenschaftliche Fotobibliothek/IMAGO
Laut Focus Online sind bei einer Fettleber mehr als fünf Prozent der Leberzellen verfettet und bei einer Fettleber mehr als 50 Prozent. Wie bei einer alkoholbedingten Fettleber kann sich auch eine Hepatitis aus einer nichtalkoholischen Form entwickeln. Eine Leberentzündung führt dazu, dass das Organ mit der Zeit verhärtet und seine Funktionsfähigkeit verliert. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Leberkrebs. Außerdem wurden schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz festgestellt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Sie mit bestimmten Lebensmitteln eine Fettlebererkrankung verhindern und sogar heilen können. Mit folgenden Lebensmitteln können Sie Ihre Leber entlasten, unterstützen und zu ihrer Regeneration beitragen:
- Vollkornprodukte: Produkte wie Vollkornbrot oder Vollkornnudeln unterstützen die Leber aufgrund ihrer komplexen Kohlenhydrate. Außerdem verlangsamt sich der Stoffwechsel von Kohlenhydraten aufgrund ihrer gesunden Ballaststoffe. Dies kann dazu beitragen, Heißhungerattacken vorzubeugen, da der Blutzucker nicht kurz nach einer Mahlzeit ansteigt.
- Heidelbeeren: Sie enthalten den sekundären Pflanzenstoff Anthocyan, der für ihre blaue Farbe verantwortlich ist – weshalb sie in einigen Regionen Deutschlands auch Heidelbeeren genannt werden. Anthocyane haben auch eine schützende und unterstützende Funktion für die Leber.
- Bitter schmeckendes Gemüse und Obst: Dazu gehören zum Beispiel Artischocken, Radicchio, Chicorée und Grapefruit. Sie regen den Fettabbau in der Leber an.
- Gewürze wie Ingwer und Kurkuma: Der in Kurkuma enthaltene Pflanzenstoff Curcumin schützt die Leber vor bestimmten Giftstoffen. Kurkuma kann auch das Risiko einer Fettleber bei Leberentzündungen und Leberzirrhose verringern. Dies ist eine schwere Lebererkrankung, die durch Alkoholmissbrauch oder Hepatitis entstehen kann und funktionelles Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt.
- Gesunde Fette wie in Nüssen und pflanzlichen Ölen: Besonders gesunde mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aus Pflanzen helfen der bestehenden Fettleber Fettballast loszuwerden. Sie verhindern auch die Ansammlung neuer Fette. Vitamin E, das auch in Nüssen und Pflanzenölen enthalten ist, stärkt die Leber auch gegen Entzündungen.
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Fettleber: Ernährungsgewohnheiten, die bei der Behandlung helfen können
Neben den genannten Lebensmitteln sind auch Kohlsorten wie Brokkoli gut für eine gesunde Leber. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wie Senfölglykoside aktivieren Leber und Galle und tragen zur Entgiftung bei. Doch nicht nur bestimmte Lebensmittel lindern eine Fettleber. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten können auch zur Behandlung und Vorbeugung von Fettlebererkrankungen beitragen. Betroffene sollten Kalorien reduzieren und längere Essenspausen einlegen.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt auf keinen Fall einen Arztbesuch. Unsere Redaktion ist leider nicht berechtigt, individuelle Fragen zu Krankheitsbildern zu beantworten.
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