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Die Steiermark schuldet mehr als fünf Milliarden

Am Donnerstag wurde der vorläufige Jahresabschluss 2021 genehmigt. Demnach lag die Neuverschuldung um 222,9 Millionen Euro unter der Prognose des Vorjahres, die Schuldenquote stieg leicht gegenüber dem ersten „Kronjahr“ 2020 von 1,25 auf 1,26 Prozent, wie der Landesrundfunk vom Donnerstag mitteilte.

„Riesige Herausforderungen stehen bevor“

Dies liegt daran, dass die geplanten Steuereinnahmen aus der wirtschaftlichen Erholung des Sommers 2021 erneut deutlich besser ausfielen als die Prognosen des Bundesfinanzministeriums. Das Jahresergebnis nach Rücklagen beträgt für 2021 minus 402,9 Millionen Euro und liegt damit um 196,5 Millionen Euro unter dem Planergebnis von minus 599,4 Millionen Euro.

„Der Investitionsschwerpunkt der Landesregierung stand fest und so konnten sich die Wirtschaft und insbesondere der Arbeitsmarkt trotz zusätzlicher Blockaden sehr gut erholen, was sich natürlich auch positiv auf den Staatshaushalt ausgewirkt hat. Doch mit der Inflationswelle, dem schrecklichen Krieg in der Ukraine und einem möglichen „koronalen Niedergang“ stünden die nächsten großen Herausforderungen vor der Tür, sagte Finanzminister Anton Lang (SPÖ).

FPÖ: „Fehler aus der Vergangenheit bewiesen“

Die FPÖ Steiermark sieht in vorläufigen Berichten Hinweise auf „Fehler der Vergangenheit“ und kritisiert, dass der Schuldenstand „bereits deutlich über der 5-Milliarden-Euro-Marke“ liege: „In wirtschaftlich guten Zeiten hat es die steirische Landesregierung versäumt, den Schuldenstand entsprechend zu reduzieren und zu reduzieren ein Feld für Krisen schaffen. Wir stehen jetzt vor der Situation, dass die ÖVP und die SPÖ offensichtlich nicht einmal in der Lage sind, wirksame antiinflationäre Maßnahmen zu ergreifen“, sagte FPÖ-Finanzsprecher Stefan Hermann in einer Aussendung.

NEOS: „Das Land soll nicht von der Krise profitieren“

Der Vorsitzende des NEOS-Clubs, Niko Svatek, warnte in einer Aussendung, dass das Land nicht von der Krise profitieren sollte: „Fast 200 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen – allein aus Gewinnanteilen – zeigen deutlich, dass der Staat der Hauptprofiteur der Krise im vergangenen Jahr war. Eine Gesamtverschuldung von fünf Milliarden Euro und die darin enthaltene Neuverschuldung von 351 Millionen zeigen, dass die Landesregierung keine Ambitionen auf einen nachhaltigen Schuldenabbau hat. Jeder Steirer trägt einen langen Rucksack über 4.000 Euro – das ist nicht enkeltauglich.