Jetzt wird es ernst für Berset
GPK-Untersuchung zu Corona-Leck taucht auf
Soll der Parlamentswächter die Corona-Leaks unter die Lupe nehmen, obwohl es bereits ein Strafverfahren gibt? Erste Diskussionen in den Wirtschaftsprüfungskommissionen des Nationalrats und des Ständerats deuten darauf hin.
Veröffentlicht: 23.01.2023 um 19:59 Uhr
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Aktualisiert: 23.01.2023 um 21:15 Uhr
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Bundespräsident Alain Berse muss sich auf unangenehme Fragen einstellen.
Jetzt ist die Zeit. Erstmals befassten sich am Montag die Prüfungskommissionen (GPK) von Nationalrat und Ständerat mit dem Auslaufen der Krone. «Momentan gibt es im Bundesbern fast nur dieses Thema», verrät ein GPK-Mitglied.
Dem früheren Ressortsprecher des Bundespräsidenten Alain Berset (50) Peter Lauener (52) wird vorgeworfen, monatelang vertrauliche Informationen an Mark Walder (57), Chef des Ringier Verlags, der auch den Blick herausgibt, weitergegeben zu haben.
Große Reichweite
Ob auch die Justiz- und Parlamentsaufsicht die Affäre aufklärt, wird erst am Dienstag entschieden. Aber es ist vorhersehbar. „Das Thema ist von so großer Bedeutung, dass es politisch betrachtet werden sollte“, sagt GPK.
Es ist davon auszugehen, dass auch der Vorschlag von Alfred Heer (61) eine Mehrheit finden wird. Der SVP-Nationalrat in Zürich hat GPK gebeten, den E-Mail-Verkehr zwischen dem Kommunikationschef von Berset und dem CEO von Ringier auszuwerten. (db)
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