Die Spanische Hofreitschule hat eine hohe Fluktuation von Schlüsselkräften, und die Enttäuschung scheint groß zu sein. Ein Berater recherchiert derzeit das Unternehmen – Wechsel in der Chefetage sind nicht auszuschließen.
Gut ein halbes Jahr ist es her, dass die „Grauschimmel-Ursache“ in der Spanischen Hofreitschule für Aufregung sorgte. Dann wurde bekannt, dass die Tochter des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Johan Marichart 2013 einen Lipizzaner für 12.000 Euro kaufte und dieser nicht nur eine Unterkunft in der Hofreitschule, sondern auch eine Ausbildung für Auftritte erhielt. Inzwischen hat Marichart gekündigt, hinter den Kulissen wird verhandelt: Auf Empfehlung der Anwaltskanzlei Dorda kauft die Hofreitschule die Lipizzaner wieder. Somit kann wieder Ruhe in die 450 Jahre alte österreichische Institution einkehren. Gar nicht.
In der Reitschule ist die Stimmung offensichtlich ziemlich suboptimal, was sich an der recht hohen Fluktuation beim Personal bemerkbar macht. Genau genommen ist diese Fluktuation seit dreieinhalb Jahren zu beobachten – seit Sonia Klima zur Geschäftsführerin ernannt wurde. Und da ist die Kündigungswelle, die mit Ihrer Ernennung einherging, noch gar nicht eingerechnet. Allerdings sei an dieser Stelle kurz daran erinnert: Anfang 2019 wird eine Nachfolge für Geschäftsführerin Elizabeth Gürtler gesucht. Die Arbeit wurde dem Personalberater Korn Ferry anvertraut und die Stelle ausgeschrieben. Immerhin ist Hervig Radneter, der seit Jahrzehnten in der Reitschule tätig ist, die Nummer eins unter mehreren Kandidaten.
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