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Laut Wetterdienst aus Westen können Windböen oder starke Windböen zwischen 80 und 100 km/h auftreten, lokal auch Orkanböen von etwa 120 km/h. Auf lokaler Ebene ist sogar Hagel wahrscheinlich – mit zwei Zentimetern Hagel.
In der Nacht ziehen Niederschläge und Gewitter nach Osten ab, danach nimmt die Unwetterwahrscheinlichkeit in Nordrhein-Westfalen vorübergehend ab. Für ganz Deutschland wird am Freitagnachmittag ein sehr starkes Unwetter prognostiziert – mit teilweise enormen Folgen, die über die normalen Gewitter hinausgehen. Laut einem Meteorologen des DWD soll vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden. „Dadurch drohen enorme Schäden im Bereich des Gewitterkomplexes“, sagte der Offenbacher Wetterforscher am Donnerstag.
Auch für Tornados und heftige Orkane „ideale Bedingungen“
Vermutlich entstehen die sogenannten Superzellen – rotierende Systeme mit starker Aufwärtsströmung, die sich völlig selbstständig bewegen und daher schwer vorhersagbar sind. Auch für Tornados und schwere Wirbelstürme gebe es „ideale Bedingungen“. Es gab Hagel und teilweise extrem starken Regen. Bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter können in wenigen Stunden fallen.
Das Unwetter vom Freitag traf laut DWD vor allem Mitteldeutschland. Wo genau die Gewitter ausgetragen werden, lässt sich den Angaben zufolge erst wenige Stunden im Voraus mit Sicherheit sagen. „Da die Flugbahn des kleinräumigen Tiefgewitters noch nicht genau vorhergesagt werden kann, bleibt eine gewisse Unsicherheit“, sagte der Meteorologe. Nur im nördlichsten und südlichsten Teil des Landes ist die Gewitterneigung geringer.
Der letzte Sturm in Ostwestfalen-Lippe war vor drei Monaten. Unser Foto zeigt eine Straßenreinigung in Paderborn-Sennelager. Foto: Jörn Hahnemann
Bei einer behördlichen Verwarnung der Stufe 4 kann es per Definition lebensbedrohlich werden. „Vermeide es, Zeit im Freien zu verbringen. Seien Sie sehr vorsichtig und halten Sie sich über die Entwicklung der Wetterlage auf dem Laufenden“, riet der DWD. Außerdem müsse man sich auf „Notfallmaßnahmen“ vorbereiten und in jedem Fall etwaigen Anweisungen der Behörden Folge leisten.
Am Wochenende beruhigt sich das Wetter wieder. Lediglich in Norddeutschland ist sie noch variabel. Am Samstag wird in Nordrhein-Westfalen bewölktes Wetter erwartet. Nördlich der Ruhr wird morgens vereinzelt mit Niederschlägen gerechnet, ansonsten fallen laut DWD überwiegend Niederschläge. Es wird deutlich kühler mit Höchsttemperaturen zwischen 18 und 22 Grad und etwa 16 Grad in den Bergen. Im nordöstlichen Teil von NRW, zum Beispiel in der Region Minden-Lübeck, kann es noch zu starken Böen kommen. Die Sonntagnacht wird voraussichtlich niederschlagsfrei bleiben.
„Zu Beginn der neuen Woche wird eine weitere Gewitterlage aus Südwest angekündigt“, sagte der Meteorologe.
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