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Es gibt auch den ersten Affenpocken-Verdachtsfall in Wien. Der Mann liegt im Krankenhaus in Favorit. Das bestätigte Stadtgesundheitsratssprecher Peter Hacker (SPÖ).
22.05.2022 12.50
Heute online, 12.50 Uhr
Der 35-Jährige wurde am Sonntagabend mit dem Rettungswagen in die Klinik Favorit gebracht. Dies ist die erste Anlaufstelle für Infektionen. Der Mann hat typische Symptome, die auf Affenpocken hindeuten, wie leichtes Fieber und Pusteln im Gesicht. Spätestens am Sonntagabend soll klar sein, ob es sich tatsächlich um Affenpocken handelt.
Nach Angaben der Stadt wird derzeit international geklärt, ob es sich bei Affenpocken um eine zu deklarierende Krankheit handelt. In nachgewiesenen Fällen überwacht das Gesundheitsamt Kontakte zu engsten Kontaktpersonen.
Die WHO entwickelt Leitlinien
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt derzeit Richtlinien, um die Ausbreitung von Affenpocken einzudämmen. Es wird befürchtet, dass die Fallzahlen in den Sommermonaten weiter steigen könnten. Die WHO vermutet, dass die Epidemie durch sexuellen Kontakt verursacht wurde.
Affenpocken sind bisher in mindestens 11 Ländern aufgetreten, in denen sie nicht verbreitet sind. Wissenschaftler halten dies für sehr ungewöhnlich. Monkeypox wird hauptsächlich in Afrika und selten anderswo gefunden. Bisher wurden mehr als 100 bestätigte oder vermutete Fälle gemeldet, die meisten davon in Europa, ohne Daten zum Virus in Österreich.
Der enge Kontakt gilt als wichtigster Übertragungsweg des Virus. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Ausbruch nicht mit der Coronavirus-Pandemie vergleichbar ist, da die Krankheit nicht so leicht übertragbar ist.
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