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Die Grazer U-Bahn gab schließlich den Tisch auf

Künftig setzt die Stadt auf die S-Bahn mit einem Tunnel durch die Innenstadt. Experten haben ein Jahr lang fünf Konzepte auf Stärken und Schwächen untersucht – die U-Bahn ist mit Investitionskosten von über 3,5 Milliarden Euro die teuerste Option, auch in Sachen Instandhaltung sind die beiden S-Bahn-Tunnelprojekte mit 2,2 Milliarden deutlich günstiger.

Reisende einbeziehen

„Die beiden S-Bahn-Systeme, kurz und lang, bedeuten eigentlich nur, dass die bestehenden S-Bahn-Linien durch die Stadt führen“, sagte Stadtbaudirektor Wolfgang Verle. Es gehe darum, den ÖPNV nicht nur für die Grazer, sondern auch für Reisende im Umland attraktiv zu machen: 790.000 würden täglich in Graz gezählt, sagte Stadträtin Judith Schwentner (Grüne), jede zweite Fahrt gehe über die Stadtgrenzen hinaus.

Klimaschutz, Zugänglichkeit der Umwelt, Kosten

Die S-Bahn wurde nun anhand von drei Kriterien politisch gewählt: „Die S-Bahn-Tunnelvarianten, nämlich kurz und lang, scheinen der beste Weg für Graz zu sein – wegen Klimaschutz, Erreichbarkeit des Umlandes, aber kostet auch.”

Keine Volksabstimmung

Die Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ ist sich einig, dass es keine Volksabstimmung geben wird, wie zuletzt im Gemeinderat versprochen. Bürgermeisterin Elke Kar (KPÖ) sagte: „Ich persönlich finde, dass es seit vielen Jahren genug Diskussionen gegeben hat. Seien Sie mir nicht böse, weil es zu kompliziert ist – das kann kein Politiker. Deshalb war es richtig, die Experten darüber diskutieren zu lassen. Das war erledigt, die Entscheidung ist klar.“

Endgültige Entscheidung bis Ende des Jahres

Welche Variante der S-Bahn zum Einsatz kommt, wird Ende des Jahres entschieden. Jetzt gilt es, die Finanzierung zu sichern – mehr als zwei Milliarden Euro wird das Projekt kosten. Es werden Drittmittel von Bund, Ländern und Städten erwartet.

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