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WIFO: Holen Sie sich Soforthilfe von der Arbeitslosenversicherung

Der Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) Gabriel Felbermeier hält die Treffsicherheit staatlicher Maßnahmen zum Inflationsausgleich für entscheidend, wenn man gesellschaftspolitisch Abhilfe schaffen will. Er brauche nicht die Gießkanne, “sondern besondere Hilfen für wirklich bedürftige Haushalte”, sagte der Ökonom dem Kurier (Donnerstagsausgabe). Der Staat muss bei den Tarifverhandlungen helfen, indem er kalte Fortschritte begrenzt und die Nothilfe aus der Arbeitslosenversicherung streicht.

Inflation bedeutet nicht, ständig neue Werkzeuge zu erfinden. Bekannte wie der Teuerungsausgleich sollen genutzt und gegebenenfalls erhöht werden, so Felbermeier.

Felbermeier: Nehmen Sie die Krise als Chance für Veränderung

„Ich persönlich wünsche mir, dass die aktuelle Krise als Chance genutzt wird, um steuerpolitisch etwas zu tun“, sagte der WIFO-Chef. „Stichwort: das Fortschreiten der Erkältung beseitigen oder zumindest begrenzen. Dies würde es den Bürgern ermöglichen, brutto mehr Geld zu erhalten, und würde langfristig zu einem gerechteren Steuersystem führen.

Mit Blick auf die Tarifgespräche im Herbst sagte Felbermeir dem Kurier: „Es wäre wichtig, dass der Staat seinen Beitrag leistet, nicht nur die Kaufkraft beider Länder durch Tarifverhandlungen erhalten zu lassen.“ Dies ist möglich, weil etwa durch die Begrenzung der Kaltprogression oder im Sozialbereich, „wenn man das Arbeitslosengeld von der Arbeitslosenversicherung abzieht und mit Steuergeldern abführt. Dann kann man die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber halbieren und alle werden unterstützt.“