Martin Brukhin, Karin Frauci, Beat Michel und Sven Ziegler
In Spreitbach AG steigt am Sonntagnachmittag eine riesige schwarze Rauchsäule auf. Mehrere Reporter der Blick-Leser meldeten einen Brand im Industriegebiet. Es sind Polizei und eine große Feuerwehr vor Ort. Das Feuer betraf eine Lagerhalle mit Bitumen, einem Material, das im Straßenbau verwendet wird.
Die Kantonspolizei Aargau bestätigte gegenüber Blick den Einsatz vor Ort. Mediensprecher Adrian Bieri sprach von Flammen, teilweise bis zu 30 Meter hoch. Sieben Menschen wurden verletzt, vier liegen im Krankenhaus.
Forensik
Auch nach Einbruch der Dunkelheit geht das Feuer weiter. Gespenstische, apokalyptische Bilder werden den Rettungskräften geboten. Das Feuer ist unter Kontrolle, aber Schwelbrände entzünden sich weiter.
Laut Bieri beginnt die Beweisaufnahme am Montag. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Auch die Brandursache ist noch unbekannt. Das Ergebnis soll laut Bieri nächste Woche vorliegen.
Das Feuer wurde noch vor Mitternacht gelöscht
Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Die meisten Feuerwehrleute in der Region würden den Einsatzort wieder verlassen, erklärte Bieri am späten Sonntagabend.
Jetzt ist das Feuer gelöscht. In der Nacht stellte die Feuerwehr eine Brandwache auf. Dies geschieht, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern.
Gegen 22 Uhr starteten Retter eine weitere Drohne. Sie hatten eine Wärmebildkamera an Bord, um die Restglut zu erkennen. Der Bereich um die abgebrannte Lagerhalle bleibt abgesperrt.
Eine Spur für die Autobahn ist gesperrt
Im Lager seien laut Bieri “verschiedene Sachen” gelagert worden. Eines der Gebäude war bereits eingestürzt, ein anderes brannte. Insgesamt waren vier Gebäude betroffen.
Laut TCS verlangsamte das Feuer auch den Verkehr auf der A1 zwischen Zürich und Bern. Der Eingang auf Höhe Spreitbach AG ist gesperrt. Da das Feuer auf Hecken am Fahrbahnrand übergreifen konnte, musste eine Fahrspur komplett gesperrt werden.
das Gebäude stürzte ein
Diverse Feuerwehren aus Spreitbach und umliegenden Gemeinden wie Baden, Wettingen, Dietikon und Würenlos sind im Einsatz. Nach ersten Informationen von Bieris, der vor Ort war, stürzen die Gebäude bereits ein.
Zusammen mit dem brennenden Bitumen und den Dämmstoffen der Gebäude verursachte dies dichten Rauch und reichlich Asche. Es gab auch Wind, der es noch schwieriger machte, das Feuer zu löschen. Stunden nachdem das Feuer ausgebrochen war, waren die Flammen immer noch unkontrollierbar.
Blick-TV-Reporter vor Ort: „Das Feuer ist noch in vollem Gange“ (03:31)
“Es gab Explosionen”
„Ich bin einfach auf mein Fahrrad gestiegen und nach Hause gefahren. Dann sah ich Rauch und Flammen. Die Feuerwehr kam wenige Minuten später“, sagte ein Augenzeuge, der in der Nähe wohnt.
Er kümmerte sich immer noch. „Es gab Explosionen, aber ich weiß nicht wo. Die Explosionen breiteten das Feuer weiter aus: „Die ganze Situation war sehr beängstigend“, sagte er.
fallende Teile
Ein Blick-Leserreporter meldet herabfallende Teile. Sie findet mehrere davon auf ihrem Balkon. „Wir wohnen etwa 300 Meter vom Brandherd entfernt“, sagte sie.
Ein anderer Leser berichtete, sieben Kilometer vom Brandort entfernt sei verbranntes Dämmmaterial vom Himmel gefallen. Die Rauchwolke ist so hoch, dass sie noch kilometerweit zu sehen ist – ein Blick-Reporter-Leser kann sie von der Bergstation Rigiblik in Zürich aus fotografieren. Und: Am anderen Ende des Zürichsees ist sie noch zu sehen.
Mediensprecher Kapo Aargau: «Sogar eine Hecke auf der Autobahn fing Feuer» (04:07)
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