Stand 17. Juni 2022
- Senator Bernhard weist Kritik der Bremer CDU zurück
- Die HDZ wirft ihr vor, ihre Dienstpflichten zu verletzen
- Der Senator rief das Klinikpersonal zum Protest auf
Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) wies die Kritik der CDU an ihrer Persönlichkeit in Bremen zurück. Bei ihrem Aufruf zu Demonstrationen gehe es nicht um einen „persönlichen Streit“ zwischen Finanzsenator Dietmar Strel (Grüne) und ihr, sondern darum, wie sich der Senat insgesamt verhalte, sagte sie auf Anfrage „buten un binnen“. „Der Prozess der Erneuerung der Genua ist nicht ausschließlich Sache des Gesundheitssenators, sondern auch eine Aufgabe des gesamten Senats“, sagte Bernhard.
Bernhard entschuldigte sich jedoch bei Strel: „Ich wollte Dietmar Strel in keiner Weise auf die Füße treten. Wenn das passiert, muss ich mir verzeihen.“ Dietmar Strel hat sich schriftlich geäußert. Er nahm die Entschuldigung an.
Die CDU in Bremen warf Bernhard vor, ihre Amtspflichten als Mitglied der Landesregierung verletzt zu haben. Hintergrund ist eine Demonstration von Mitarbeitern des Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno), bei der Bernhard die Anwesenden zum Protest gegen Finanzsenator Strel aufrief. Deshalb drängen die Christdemokraten sie, entweder als Gesundheitssenatorin oder als Vorsitzende des Gesundheitsrates Nord zurückzutreten. Zudem soll künftig der Aufsichtsratsvorsitz vom Posten des Gesundheitssenators abgelöst werden.
Im Mittelpunkt des Streits stehen die Pläne der Finanzbehörden
CDU-Gesundheitspolitiker Rainer Bensch sagte, Bernhard solle als Senator das Handeln der Bremer Landesregierung insgesamt nach außen vertreten. Stattdessen, so Bensch weiter, habe sie öffentlich zu Demonstrationen gegen ein Mitglied des Senats aufgerufen. Bernhard hatte den Demonstranten unter anderem gesagt, sie bräuchten alle, damit der Druck auf die Straße gehen und sich auf den Senat richten könne.
Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne der von den Grünen geführten Finanzbehörde, wonach das nichtärztliche Personal von Gesundheit-Nord einem anderen Unternehmen zugeordnet werden soll. Die Betroffenen befürchten erhebliche Lohneinbußen. Bremens Gesundheitssenator Bernhard argumentiert, dass der Prozess der Erneuerung von Geno nicht ausschließlich Sache des Gesundheitssenators, sondern eine Aufgabe des gesamten Senats sei.
Finanzsenator Strel wollte sich zu Bernhards Kritik an einer buten un binnen-Frage nicht äußern. Aber er wolle mit Bernhard sprechen, schrieb er.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. Juni 2022, 19:30 Uhr
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