Germany

Mit diesem Brückenplan torpedierte Berlin die A100

Aus Hildburg Bruns

Auf den alten Pfeilern ist der Neubau der maroden Elsenbrücke geplant. Das war mit der Bundesregierung nicht abgesprochen, wie der Verkehrssenat nun einräumt. Der Ausbau der A 100 wird also torpediert!

Das Problem: Die dreispurige Autobahntrasse (17. Bauabschnitt) zwischen der sanierten Elsenbrücke und der benachbarten S-Bahn-Brücke passt dann nicht mehr über die Spree.

Ganz im Sinne der grünen Verkehrsbehörden: „Es gab bisher kein Votum dafür, die Elsenbrücke durch die Autobahn GmbH zu ersetzen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Mike Nidbal, 45, auf eine parlamentarische Anfrage der FDP.

Dazu der prägnante Zusatz: „Aktuell besteht keine Notwendigkeit, die Planung mit der Autobahn GmbH des Bundes abzustimmen.“

Das verwundert, da die landeseigene Autobahn GmbH bereits konkrete Planungen für die Verlängerung zwischen Treptower Park und Lichtenberg (4,1 km) vorgelegt hat.

„Der Beschluss des Deutschen Bundestages zum 17. Bauabschnitt der A100 war bekannt. Berlin musste die Planungen der Elsenbrücke mit der Bundesregierung abstimmen“, sagte FDP-Menschenhandelsexperte Felix Raifschneider.

„Es war ein absichtlich unhöfliches Spiel der Regierung der Grünen Bewegung. Dadurch entsteht ein Risiko für den Steuerzahler, wenn unnötige Mehrkosten für den A 100 entstehen.“

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Grüne und Linke lehnen eine Verlängerung ohnehin ab: Die SDP ringt um eine Position beim morgigen Parteitag. Bisher wollten sie abwarten, bis die aktuelle Regierungsperiode vorbei ist, und dann die Berliner vor einer Verlängerung fragen.

Parteichef Francisco Gifi (44, SPD) weist auf den begrenzten Einfluss Berlins hin: „Die Debatte wirkt, als würde Berlin für sich entscheiden. Wir haben begrenzte Möglichkeiten.“

Giffee selbst ist kein glühender Befürworter einer weiteren Expansion über Treptou hinaus: „Das sehe ich anders. Ist Weiterbau die richtige Antwort oder bauen wir dort zum Beispiel lieber Wohnungen?