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Rosenbauer will seinen Umsatz bis 2030 verdoppeln

19. Juni 2022

Die Feuerwehrmesse Interschutz findet in Hannover statt © APA/dpa/Ole Spata

Der Oberösterreicher will in allen Baureihen mindestens ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb. Der Lieferant der Leondinger Feuerwache Rosenbauer wird bis 2023 anbieten können. Mit „Vision ohne CO2-Feuerwehr“, präsentiert am Sonntag auf der Internationalen Fachmesse für Brand- und Katastrophenschutz, Rettung und Sicherheit „Interschutz“ in Hannover, Deutschland muss der zuletzt tiefer in die Verlustzone vorgedrungene Zulieferer auch finanziell die Wende schaffen.

„Wir sind davon überzeugt, dass dies zu einer besseren Profitabilität führen wird“, sagte Finanzvorstand Sebastian Wolf. Bis 2030 soll der Absatz von 975 Millionen im Jahr 2021 auf zwei Milliarden gesteigert werden. Dies muss erreicht werden, wobei die Hälfte der verkauften Fahrzeuge alternative Antriebe haben. Die größten Wachstumschancen für die Automobilbranche sieht Wolf in Nordamerika und Fernost. Aus ihrer für Los Angeles gebauten Produktion stammt laut kaufmännischem Leiter Andreas Zeller auch das erste Elektro-Feuerwehrauto auf amerikanischem Boden.

Wachstum muss vor allem organisch erreicht werden; Akquisitionen werden nur berücksichtigt, wenn sie den Zugang zu neuen Technologien oder Märkten ermöglichen. Das Fahrzeuggeschäft soll auch im Jahr 2030 der wichtigste Umsatzträger des Konzerns sein. Laut internen Prognosen wird sich das Volumen des Bereichs von zuletzt 709 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahrzehnts verdoppeln, was einer Jahresproduktion von rund 1,4 Milliarden Euro entspricht 3000 Feuerwehrfahrzeuge (2021: 2000 Fahrzeuge).

Die Produktion von Elektrofahrzeugen soll laut Konzernvorstand Daniel Tomaszko nicht nur am Standort Leonding, sondern auch in Asten erfolgen. Derzeit stehen insgesamt sieben Linienstandorte und vier stationäre Montagestandorte für die Endmontage zur Verfügung. Dafür wurden insgesamt 700.000 Euro investiert.

Die Profitabilität der Gruppe muss sich im Einklang mit der langfristigen Strategie der Gruppe deutlich verbessern: eine konstante EBIT-Marge von 7 Prozent (2021: 3,6 Prozent) und eine Kapitalrendite von 14 Prozent (2021: 5,7 Prozent) werden angestrebt.

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