Der am 21. Juni 1982 als William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor geborene Prinz baute sich von seiner Jugend an ein irdisches Bild auf. Er arbeitet seit mehreren Jahren als Rettungshubschrauberpilot und trägt manchmal lässige Jeans. Er hat seinen Job 2017 aufgegeben und ist seitdem ein Vollzeitkönig. Seine Fans mögen besonders seine zurückhaltende Art und sein karitatives Engagement.
Im Gegensatz zu früheren Generationen königlicher Väter, die oft etwas Abstand zu ihrem Nachwuchs hielten, enthüllte William stolz, dass er die erste Windel seines ältesten Sohnes, Prinz George, gewechselt hatte. Diese Fähigkeit demonstrierte er dann noch zweimal mit seiner Tochter Charlotte und seinem Sohn Louis. Während der Corona-Blockade habe er sich nach eigenen Angaben die Betreuung der beiden älteren Kinder im Homeschooling mit seiner Frau Kate geteilt und bei Matheproblemen geholfen.
William selbst war erst zehn Jahre alt, als sich seine Eltern, Prinz Charles und Prinzessin Diana, trennten. Im Alter von 15 Jahren musste er den Tod seiner Mutter verarbeiten – das Bild von William und seinem jüngeren Bruder Prinz Harry, die mit gesenktem Kopf hinter dem Sarg gingen und von der Weltgemeinschaft beobachtet wurden, brennt sich tief in das öffentliche Gedächtnis ein. Der frühe Tod seiner Mutter auf der Flucht vor den Paparazzi bedeutet, dass William immer noch ein angespanntes Verhältnis zu den Medien und Journalisten hat – und seine Familie so weit wie möglich aus der Öffentlichkeit heraushält.
William lernte seine Frau Kate an der University of St Andrews in Schottland kennen. Er traf sie, als sie an einer Studentenrezension teilnahm. 2011 heiratete das Paar. Seitdem sind aus den einstigen verliebten Schülern royale Eltern und Botschafter geworden.
Als Elizabeth II. in den letzten Jahren ihre öffentlichen Auftritte altersbedingt reduzierte, nahmen die königlichen Engagements von William und Kate zu. Sie wirken beide – vor allem für königliche Verhältnisse – ruhig und natürlich und gewinnen damit viel Sympathie. Beide engagieren sich in Umwelt- und Naturschutzfragen sowie in Projekten zur psychischen Gesundheitsförderung. Sie sind das moderne Gesicht der Monarchie.
Die Nummer zwei in der britischen Thronfolge gibt selten Interviews. Aber er scheut sich nicht, offen zu sprechen. Er reagierte scharf, als sein Bruder Prinz Harry und seine Frau Megan in einem spektakulären Fernsehinterview der Königsfamilie Rassismus vorwarfen. „Wenn es eine Sache gibt, die wir nicht sind, dann ist es eine rassistische Familie“, sagte William gegenüber Reportern.
Seitdem ist das Verhältnis der beiden Brüder problematisch. Bei der Beerdigung ihres Großvaters Prinz Philip im vergangenen Jahr hielten sie die meiste Zeit Abstand, nur auf Initiative von William Kates Frau wechselten sie bei einem Spaziergang ein paar Worte. Und zuletzt, bei den Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum ihrer Großmutter, wirkte die Beziehung kalt. Ob Harry an Williams 40. Geburtstag zu den Wohltätern gehören wird, bleibt abzuwarten.
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