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Die ÖBB wollen das Sicherheitspersonal im Zug verstärken

Die Service- und Steuerungsteams der ÖBB sind vor allem in Ballungsräumen, auf West- und Südstrecken sowie im Airport-Express unterwegs. Der ständige Kontakt mit vielen Menschen erfordere vor allem “Geduld, Freundlichkeit, Nerven”, erklärte ein Mitarbeiter gegenüber noe.ORF.at.

Gemeinsam mit einer Kollegin reist sie mit Railjet von St. Pölten nach Amstetten bei der Ortsbegehung von noe.ORF.at. Beide kontrollieren die Fahrkarten, helfen den Fahrgästen den richtigen Ausgang zu finden und müssen die Sicherheit im Zug erhöhen. Daher seien Kommunikation und freundliches Auftreten für diesen Job sehr wichtig, sagt ein Mitglied des Service- und Kontrollteams. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Namen der Mitarbeiter nicht angegeben werden.

ORF Ein Team des ORF Niederösterreich begleitete das Service- und Kontrollteam im Zug

Hunderte von Angriffen jedes Jahr

„Man muss mit den Fahrgästen gut auskommen“, sagt der Mitarbeiter. Sie scheint bei Cityjet bei Amstetten zu arbeiten: Sylvia Watzinger aus dem Dorf Faith (Landkreis Hollabrunn) findet das Service- und Kontrollteam „lustig und angenehm“, und John Leslie aus San Francisco (USA) sagt, sie seien „sehr höflich und nett “. . ist gewesen.

Michel Schmuzer aus Oberndorf an der Melk (Kreis Scheibs) sagte gegenüber noe.ORF.at: „Am Anfang hat man Angst, wenn der Kommissar wirklich da ist, aber das ist eigentlich ganz normal.“ Fahrkartenkontrollen laufen heute reibungslos – mehrere hundert Mal im Jahr werden Mitarbeiter von Fahrgästen angegriffen, meist verbal. Dann können die Körperkammern genutzt werden. Laut ÖBB kommt das selten vor. Die Aufzeichnungen werden nach 72 Stunden gelöscht – es sei denn, die Polizei fordert die Daten an.

ORF Bodycam-Daten werden nach 72 Stunden gelöscht

Deeskalation durch Bodycams

Der Mitarbeiter, den wir auf dem Railjet nach Amstetten begleiten, hat in fast drei Dienstjahren nur zweimal die Körperkamera aktiviert. Erstmals weigerte sich ein Passagier, der Maskenpflicht nachzukommen. „Als eine Frau das zweite Mal betrunken war, rebellierte sie. Das war auch für die Passagiere gefährlich. Also schalteten wir die Kamera ein. Wir haben ihr gesagt, dass sie jetzt akzeptiert wird und dann hat sie sich beruhigt“, sagte sie.

Schwierige Situationen können laut ÖBB-Sprecher Christopher Safe oft durch die Bodycam kompensiert werden: „Überall dort, wo Bodycams zum Einsatz kommen, sehen wir, dass sie die Situation deeskalieren, in der Aggressionspotenzial bestand.“ Derzeit sind es knapp 300 Personen. in den Service- und Kontrollteams unterwegs, 150 davon in der Ostregion – laut ÖBB sollen es künftig noch mehr werden.