7. Juli 2022 – Apple hat den Sperrmodus für iOS 16, iPad OS 16 und Mac OS Ventura angekündigt. Damit können Geräte gegen Bedrohungen versiegelt werden, die Funktionalität ist jedoch stark eingeschränkt.
Apple hat für seine kommenden Betriebssysteme iOS 16, iPad OS 16 und Mac OS Ventura einen neuen Modus vorgestellt, der darauf abzielt, Cyberangriffe weitgehend zu verhindern. Der sogenannte Sperrmodus ist für Benutzer gedacht, die besonderen Gefahren durch Cyberangriffe ausgesetzt sein sollen. Laut Apple bietet der Sperrmodus “ein extremes, optionales Sicherheitsniveau für die wenigen Benutzer, die aufgrund ihres persönlichen oder Arbeitsplatzes vor einigen der raffiniertesten digitalen Bedrohungen geschützt sind, wie denen der NSO Group und anderer privater Unternehmen, die gesponserte staatlich geförderte Spyware mit Söldnerabsicht entwickeln, können persönlich angegriffen werden.”
Allerdings sind bei aktiviertem Modus bestimmte Funktionen der Betriebssysteme stark eingeschränkt. Beispielsweise ist es in Nachrichten nicht mehr möglich, die meisten Arten von Anhängen mit Ausnahme von Bildern zu öffnen. Außerdem werden Funktionen wie Live-Vorschauen deaktiviert. Einige Webtechnologien – Apple nennt sie Just-in-Time-JavaScript-Kompilierung – sind im Browser deaktiviert. Vertrauenswürdige Websites können jedoch vom Sperrmodus ausgeschlossen werden. Eingehende Einladungen und Serviceanfragen werden ebenfalls blockiert – einschließlich FaceTime-Anrufen, ebenso wie kabelgebundene Verbindungen zu einem Computer oder Zubehör blockiert werden, wenn das iPhone gesperrt ist. Nicht zuletzt ist es im gesperrten Modus nicht möglich, Konfigurationsprofile zu installieren oder das Gerät im Mobile Device Management (MDM) zu registrieren.
Diese Maßnahmen sollen nur der Anfang sein. Apple sagt, dass es den Modus weiter verbessern und im Laufe der Zeit neue Schutzmaßnahmen hinzufügen wird. Darüber hinaus belohnt das Apple Security Bounty-Programm Sicherheitsforscher, die Wege finden, den Lockdown-Modus zu umgehen. (mw)
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