Fairtrade Bananen in Österreich seit 20 Jahren
In Österreich sind die meisten unkonventionellen Bananen von der Fairtrade oder Rainforest Alliance zertifiziert: 2002 wurden erstmals Fairtrade-Bananen in unseren Supermärkten verkauft.
„Seitdem wurden hierzulande fast 300.000 Tonnen gelbe Früchte verkauft, und die Fairtrade-Banane hat sich vom Nischenprodukt zur Massenfrucht mit 28 Prozent Marktanteil entwickelt“, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. Der Bio-Anteil liegt hier bei etwa 95 Prozent.
Der Mindestpreis für Fairtrade-Bananen ist seit Anfang 2022 um durchschnittlich acht Prozent gestiegen. Im Sommer 2021 wurde ein neues Grundgehalt eingeführt, das Plantagenarbeitern bis zu 15 Prozent mehr einbringt.
„Die aktuelle Kostenspirale darf nicht zu einer Abwärtsspirale werden. „Auch nach 20 Jahren ist es wichtiger denn je, weiterhin auf den bewussten Konsum von fair gehandelten Bananen zu achten, sei es beim privaten Einkauf im Supermarkt, am Arbeitsplatz oder in der Gastronomie“, betonte Kirner.
Zwei bekannte Gütesiegel im Vergleich
Fairtrade, das Gütesiegel, das an ein Symbol von Yin und Yang beim Menschen erinnert, ist:
- Erzeugerverbände und Fairtrade-Initiativen in den Verkaufsländern. Die Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) werden verankert und Plantagenarbeiter unterstützt.
- Im Fokus von Fairtrade steht die Zahlung eines garantierten Mindestpreises – unabhängig vom Weltmarktpreis – der die Lebenshaltungs- und Produktionskosten der Bauern decken soll. Außerdem muss der sogenannte Fairtrade-Preisaufschlag gezahlt werden.
- Gewerkschaften und ein unabhängiges Beschwerdemanagement werden gefördert.
Die Rainforest Alliance, das Gütesiegel mit dem grünen Frosch, sagt:
- Der Fokus liegt auf dem Schutz der Tropenwälder und ihrer Biodiversität, der Eindämmung des Klimawandels und der Verringerung der indigenen Armut.
- Es gibt keine vereinbarten Mindestpreise. Die Richtlinien orientieren sich an der ILO: Es muss der nationale Mindestlohn gezahlt werden.
- Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen werden nicht aktiv gefördert, aber es gibt ein unabhängiges Beschwerdemanagementsystem.
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