Auch in Krisen wie dieser bleibt sich das Omaha-Orakel treu: Warren Buffett greift wieder zu seiner Lieblingsbranche, der Versicherungsbranche. Berkshire Hathaway kauft Alleghany, eine wertvolle Aktienauswahl par excellence. Gleichzeitig befinden sich Berkshire und ein weiterer Gigant in der größten Arbitrage-Situation einer Marktfusion, bei der eine Rendite von 20 % lockt. Sie sind ein gutes Vorbild für andere Anleger, die am einfachsten über spezialisierte, ereignisorientierte, hochwertige Aktienfonds investieren können.
Vor wenigen Wochen investierte Berkshire Hathaway knapp 14 Milliarden Dollar in die Übernahme des Versicherers Alleghany – eigentlich nur ein kleiner Teil der über die Jahre angesammelten Gelder. Der Deal ist nicht gerade der Elefant, von dem Großwildjäger in Berkshire Hathaway geträumt haben. Es ist eher wie ein Elefant. Interessanterweise ähnelt das amerikanische Unternehmen jedoch der Holdinggesellschaft von Warren Buffett selbst. Alleghany kombiniert zudem Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäft mit ausgewählten Kapitalanlagen und ist daher im Markt auch als Mini-Berkshire bekannt.
Trotz der anhaltenden Krise in der Ukraine zögerte das Team von Berkshire nicht und schlug mitten in einer Phase extremer Marktunsicherheit zu. Der Erwerb des 1,3-fachen des Buchwerts hat einen fetten Wert auf der Brust, weshalb Alleghany in Buffetts Beuteschema passt wie kein anderer Kauf seit langem. Zudem ist nicht nur der angebotene Preis sehr attraktiv, sondern auch makroökonomische Faktoren – wie etwa die anhaltend steigenden Zinsen – spielen Buffett in die Hände. Versicherungen sind schließlich eine klassische Value-Branche. Man kann also mit Sicherheit sagen, dass trotz des Einflusses von Charlie Munger die Philosophie, in Wert zu investieren, immer noch eine Leidenschaft von Berkshire ist.
Doch Buffett & Co. reicht dieser Deal nicht. Gleichzeitig ist sein Team aktiv an der derzeit größten Fusion und Übernahme auf dem Markt beteiligt: der Übernahme des Spieleunternehmens Activision Blizzard für 70 Milliarden US-Dollar durch den Softwareriesen Microsoft. Der Deal wird Microsoft nach Tencent und Sony zum drittgrößten Videospielhersteller der Welt machen. Microsoft übernimmt Franchises wie Warcraft, Diablo und Call of Duty. Aktien von Activision lagen zuletzt bei 79 US-Dollar (19. April 2022), Microsoft bietet aber 95 US-Dollar. Der Spread von 16 USD, dh. Die erwartete Entschädigung oder Rendite für Investoren bei dieser Übernahme ist sehr hoch und liegt bei etwa 20%.
Warren Buffett bietet eine Rendite von 20 %
Buffetts Team stieg nur wenige Wochen vor der anstehenden Übernahme, also vor dem Event, auf. Das Investmentmanagement wurde seinen beiden Investmentmanagern Todd Combs und Ted Weschler unterstellt, beide erfolgreiche ehemalige Hedgefonds-Manager. Es scheint, dass das Berkshire-Team zum Zeitpunkt der Übernahme nun an der Position festhält. Vermutlich liegt der Grund dafür beim ehemaligen Schiedsrichter Buffett selbst, der sich die 20% Rendite nicht entgehen lassen möchte. Videospiele sind nicht seine Website, wohl aber Fusionsschiedsverfahren.
Und das Orakel von Omaha steht damit keineswegs allein: Merger Arbitrage ist bei einer Vielzahl von Fachleuten wieder im Trend. Bond-Guru Bill Gross hat sich kürzlich überraschend als Bulle für Arbitrage-Fusionen herausgestellt. Offenbar hat die Bond-Koryphäe auch in die Übernahme von Activision Blizzard investiert – zumindest legt das sein jüngster Brief an Investoren nahe. In der Krise setzen die Altmeister auf Bewährtes.
Unvermeidliche Rückkehr zur Skalierung
Was können Privatanleger daraus lernen? Zunächst einmal ist eines klar: In Wert zu investieren ist noch lange nicht tot. Natürlich war der Wertstil in den letzten Jahren manchmal schwächer als das Wachstum, aber das Platzen der Hyperwachstumsblase und die zunehmend plagende Rendite aktiver Investitionen haben in diesem Jahrzehnt den Weg für weit verbreitete Renditen geebnet. Gleichzeitig zeigt es, dass M&A und Sondersituationen – ob als Buffett bei Activision Pre-Event oder als Gross Post-Event – die Nischenmärkte sind, in denen Großmeister gejagt werden.
Die Investition über ereignisgesteuerte Aktienfonds ist sinnvoll
Wenn Anleger an eine Fortsetzung der Value-Rallye glauben und auch Sondersituationen im Zusammenhang mit Übernahmen und ähnlichem ausnutzen wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wer direkt beim Nebraska Grandmaster investieren möchte, sollte sich unbedingt den Rest von Berkshire anschauen, die nicht an der Börse notiert ist Finden Sie Hathaway heraus und wählen Sie den Einstiegspunkt entsprechend aus. Auch Anleger mit von Events gemanagten Spezialaktienfonds, deren Manager über die nötige Erfahrung im Handel mit Fusionen und Übernahmen sowie Sondersituationen verfügen, sind sehr gut beraten und deutlich diversifizierter.
Besondere Situationen in Bantleon
Bantleon verwaltet Sondersituationen im Publikumsfonds Bantleon Event Driven Equities, der im Juni 2019 aufgelegt und Anfang 2022 mit einem €uro FundAward und Ende 2021 mit einem Worldwide Finance Award ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gibt es spezielle Fondsstrategien. Der hochwertige Alternativfonds strebt eine überdurchschnittliche, weitgehend marktunabhängige Rendite an und investiert in verschiedene unternehmensspezifische Events.
Oliver Sharping, Portfoliomanager für alternative Kapitalstrategien, Bantleon
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