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Google verbietet Anwendungen, die Gespräche (illegal) aufzeichnen können

Google selbst bietet in seiner Telefon-App für ausländische Pixel-Nutzer an, Anrufe von ausländischen Nummern automatisch aufzuzeichnen. Dafür gibt es Schnittstellen, die andere Anwendungen nicht nutzen können. In der Zwischenzeit verwenden Anwendungen von Drittanbietern andere Tricks, um diese Funktionalität allen Android-Geräten anzubieten. Google mag das nicht und wird sehr bald mit aller Macht gegen diese Anwendungen kämpfen.

Google regelt die Nutzung seiner Android-Schnittstellen strenger

Im Mai dieses Jahres treten die neuen Nutzungsbedingungen in Kraft, die dafür sorgen, dass Anwendungen, die Anrufe auf inoffiziellen Kanälen aufzeichnen, verboten werden. Einige Anwendungen verwenden Barrierefreiheitsfunktionen, um Anrufe anzunehmen. Dies wird jedoch in naher Zukunft nicht ausdrücklich erlaubt sein. „Die Barrierefreiheits-API ist nicht dazu gedacht, Audio von Ferngesprächen aufzuzeichnen, und kann nicht angefordert werden“, heißt es in den aktualisierten Google-Dokumenten.

Damit soll die Grundlage geschaffen werden, um entsprechende Apps aus dem Play Store zu entfernen und für deren Angebot zu sperren. Daher müssen sich Nutzer künftig auf die vorinstallierte Telefonanwendung verlassen, die über eine Funktion zum Aufzeichnen von Gesprächen verfügt. Das muss zumindest bei Geräten für den deutschen Markt selten der Fall sein. Prüfen Sie im Zweifelsfall, ob die Telefon-App Ihres Smartphones eine solche Funktion anbietet.

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Ein unglückliches Opfer von Googles Razzia gegen Apps, die die falsche Barrierefreiheits-API verwenden. Da es keine API zum Aufzeichnen von Anrufen für 3P-Anwendungen gibt, verwenden Anrufaufzeichnungsanwendungen die Barrierefreiheits-API zum Aufzeichnen von Anrufen. Die aktualisierte Google Play Store-Richtlinie verbietet dies. pic.twitter.com/0PxgSypPe7

– Mishaal Rahman (@MishaalRahman) 20. April 2022

Hintergrund: Sind Android-Geräte mit Google-Diensten ausgestattet, regelt Google die Voraussetzungen für die Nutzung offizieller Android-Schnittstellen. Dies gilt auch für Android-Anwendungen, die über den Google Play Store erhältlich sind. Strengere Regeln können, wie jetzt schon, dazu führen, dass manche Anwendungen plötzlich überhaupt nicht mehr existieren.

Gründer und jetziger Leiter von SmartDroid.de, bloggt seit 2008 hier und nur hier. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die angeschlossenen Netzwerke. Mehr von Denny Fisher