Politik
Rechtsextremisten haben heute Morgen das Haus von Ute Bock in Favorit gestürmt. An der Dachfassade hängten sie ein Transparent mit einer fremdenfeindlichen Botschaft auf.
24.04.2022 14.25
Heute online, 14:25 Uhr
Auch Flyer seien verteilt worden, bestätigte die Polizei. „Diese Tat von Rechtsextremisten ist unerträglich“, sagte Innenminister Gerhard Carner (ÖVP). Der Verfassungsschutz ermittelt. Der Hausbetreiber nannte den Vorfall „menschenverachtend und rassistisch“.
Eingang gesperrt
Die rechtsextreme Gruppe Patriots on the Move hat sich nach Angaben eines Ute Bock-Flüchtlingsprojekts heute Morgen Zugang zum Dach des Nachbargebäudes verschafft. Sie blockierten den Eingang des Hauses mit einem Zaun, der um ein Banner mit der Karte von Österreich gelegt wurde.
„Ungefähr 20 nicht identifizierte Männer waren anwesend, skandierten rassistische Äußerungen und zündeten Rauchbomben auf dem Dach und vor dem Eingang. Dokumente mit rüden Forderungen wurden weiterhin auf die Straße geworfen.“
Auch Militärflüchtlinge aus der Ukraine im Haus
In Ute Bocks Haus leben mehr als 90 Kinder, Frauen und Männer, darunter ukrainische Militärflüchtlinge, die in Österreich Schutz suchen. „Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt“, sagt Gerd Trimal, Geschäftsführer und Vorstand des Ute Bock Flüchtlingsprojekts. „Als Gesellschaft ist es unsere Pflicht, diese Menschen zu schützen, und sie sind diesem Hass ausgesetzt. Es ist Schande. “
„Jede Form von Extremismus ist eine Bedrohung für das demokratische Prinzip unserer Gesellschaft“, sagte Carner. Anwohner haben Angst, „besonders für Kinder ist das eine unglaubliche Belastung“, sagt Thomas Eminger, Geschäftsführer der NGO.
Nachbarn meldeten sich bei der Polizei
Die Polizei erhielt mehrere Anrufe von Bürgern. Vermutlich flohen die Rechtsextremisten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr entfernten die Beamten das Banner. Das Haus wurde auf Sprengstoffe untersucht, um es sicher zu machen. Alles kann klar gegeben werden.
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