Bisherige Befunde anhand des Verlaufs erkrankter Kinder zeigen eine starke Autoimmunreaktion. Es wird durch Viren wie Adeno und Coronavirus ausgelöst.
Rund 200 bestätigte schwere Erkrankungen, 17 Lebertransplantationen, mindestens ein Todesfall – eine neue Form der Hepatitis bei Kindern bereitet Medizinern weltweit Kopfzerbrechen.
Seit Montag gibt es in Wien zwei bestätigte Fälle, der Zustand des Jungen und des Mädchens hat sich seit Montag nicht verändert und ist stabil. Die beiden werden im St. Anna Kinderkrankenhaus behandelt. Die Symptome der betroffenen Kinder sind typisch für eine Leberentzündung: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, starke Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und der Sklera der Augen. Der Grund ist unbekannt. Alle Tests auf Hepatitis-A-, -B-, -C-, -D- und -E-Viren sind negativ. Was steckt hinter dieser Krankheit? Und wie wahrscheinlich ist ein Zusammenhang mit einer früheren Kroneninfektion?
Auf diese Fragen gibt es keine eindeutigen Antworten, da die Forschung – einschließlich der histologischen Auswertung der Organe von Transplantationspatienten – noch nicht abgeschlossen ist.
Allerdings gebe es Hinweise auf eine Autoimmunreaktion, die durch Viren wie das Adenovirus („Erkältungsvirus“), das meist harmlose Atemwegsinfektionen verursacht, und das Coronavirus ausgelöst werde, sagt der Hepatologe Wolfgang Sieghart, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Intensivmedizin. Wien (www.imed19.at). Denn diese beiden Viren oder Antikörper dagegen, die auf eine frühere Infektion hindeuten, wurden bei vielen erkrankten Kindern gefunden. Übrigens ist fast keines der Kinder geimpft, also ist diese Hepatitis keine mögliche Nebenwirkung der Impfung.
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