Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! Immer wieder müssen sich Polizei und Justiz mit Mitgliedern des berüchtigten Berliner Abu-Chaker-Clans auseinandersetzen – jetzt auch im Ruhrgebiet.
Von Frank Schneider
Saeed Abu-Chaker, 19, der Sohn des Arafat-Clan-Boss (46, ehemaliger Manager von Rapper Bushido), sitzt seit Mittwoch vor dem Landgericht Bochum. Oer-Erkenschwicker soll mit drei Komplizen (18-20) mehrere private Bordelle in Recklinghausen überfallen und drei Prostituierte brutal ausgeraubt und vergewaltigt haben.
Arafat-Clanchef Abu-Chaker soll nach Taten seines Sohnes Prostituierte bedroht haben (Foto: Union photo / AA)
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stürmten die Angeklagten im September an drei Tagen mit Sturmhauben und Schlagstöcken die Einrichtungen und forderten Bargeld, Wertgegenstände und Mobiltelefone. Drei Frauen sollen brutal mit Eisenstangen geschlagen und sexuell missbraucht worden sein.
Said Abu-Chakar soll dem Opfer gesagt haben: „Je besser du mitmachst, desto eher werde ich verschwinden.“ Und: Wenn sie nicht schweigen, wird er sie erschießen.
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Im Zuge der Ermittlungen wurde auch das Grundstück seines Vaters in Brandenburg durchsucht. Der Clan-Boss soll die Prostituierten nach dem Vorgehen seines Sohnes bedroht und damit blockiert haben. Gegen ihn laufen weitere Ermittlungen.
Seinem Sohn und Komplizen drohen bis zu zehn Jahre Haft – der Prozess geht weiter.
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