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Raiffeisen: Inflation verändert Geschäft – steiermark.ORF.at

Raiffeisen Steiermark präsentierte am Freitag einen Jahresüberschuss von 328 Millionen Euro, ein Plus von fast 100 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Mehr als 50 Milliarden Euro an Kundengeldern

Entsprechend zufrieden zeigte sich RLB-Hauptgeschäftsführer Martin Schaller mit dem Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres: „Wir haben im Vorjahr ein sehr gutes Ergebnis erzielen können, weil wir sehr gut und effizient gearbeitet haben.“

Immer noch von der CoV-Krise betroffen, nahm das Rettungsverhalten der Steirer weiter zu. Insgesamt – mit Kreditgeldern, Wertpapieranlagen und Guthaben – werden erstmals mehr als 50 Milliarden Euro an Kundengeldern verwaltet.

NACHRICHTEN

Die höchste Inflationsrate seit Herbst 1981

Die Inflation macht einen Unterschied

Der Anteil der Einlagen auf Sparkonten dürfte in nächster Zeit zurückgehen – Grund dafür ist laut Schaler die Inflation. „Das verfügbare Einkommen der Bevölkerung ist durch die sehr hohe Inflation geschrumpft. Deshalb werden die Menschen in Zukunft nicht mehr so ​​viel sparen können“, sagte Schaller. Schaler hofft, dass die Inflationssituation durch die von der Europäischen Zentralbank angekündigte Erhöhung des Leitzinses entlastet wird.

Krisen und Ernten

Banken sind für Schaler ein Puffer, um „gewisse Krisen“ abzufedern: Mit einem hohen Maß an Kundenvertrauen wird die Ernte eingefahren, die in den letzten Jahren gesät wurde. „Die persönliche Beratung hat sich auch in der Krise bewährt“, sagte der Generaldirektor.

Zur europäischen Situation sagte Schaler, dass die regionalen RLBs kein Geschäft in Russland und der Ukraine hätten, sondern von der RBI betroffen seien. „Dort werden wir die Ergebnisse spüren, dennoch hält die RBI 58,8 Prozent an den acht Landesbanken. Aber wir haben ein dichtes Sicherheitsnetz sowie eine eigene Einlagensicherung“, sagte Schaller. Die Insolvenz der Sberbank verursachte Kopfschmerzen. Es ist äußerst unangenehm, dass die Sberbank 90 Prozent der Einlagen von deutschen Kunden hatte, aber sie hatte ihren Sitz in Wien.

„Herausforderung Energiewende“

„Für den RLB-Chef wird die Energiewende eine Herausforderung für Gegenwart und Zukunft, die Katastrophe in der Ukraine wird dies noch beschleunigen. Nachhaltigkeit war schon immer unser Hauptthema, jetzt noch mehr. „Rund 80 Prozent unserer neuen Wertpapierfonds sind Nachhaltigkeitsfonds“, sagte Schaller.

Die zu behandelnden Probleme sind klar: Inflation, höhere Energiepreise, höhere Instabilität der Finanzmärkte, Probleme in der Lieferkette, geringere Handelsströme. Er mache sich Sorgen um Inflation und eine mögliche Rezession, schließe aber eine mögliche Stagflation nicht aus, erklärte Schaller. Hinzu kommt die „müde Zinspolitik“. Die Menschen in Europa haben zu lange gewartet, die US-Notenbank hat bereits die richtigen Schritte unternommen.