Sie haben eine neue Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine entfacht: 28 Prominente warnen Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) davor, schweres Gerät ins Kriegsgebiet zu schicken!
Unter den Promis: Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (79), Schauspieler Lars Eidinger (46), Schriftstellerin Julie Ze (47). Ihre Gedanken beinhalten: Die Lieferung von Panzern usw. es würde den Krieg nur verlängern.
In einem BILD-Interview mit „Die richtigen Fragen“ (immer sonntagabends im BILD-TV) bekräftigte Schwarzer seine umstrittene These: „Bisher hatten wir Ruhe. Auf jeden Fall haben wir jetzt eine sehr reale Bedrohung durch einen Atomkrieg. Das müssen wir sehr genau abwägen!“
Der Chef der EU-Kommission für den Bundestag, Anton Hofreiter (52, Grüne), brach in einen Kragen aus: „Wer hatte Frieden? Es gab keinen Frieden in den ukrainischen Regionen.
Und: “Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Arroganz, unsere Arroganz aufgeben und den Menschen vertrauen, die direkt betroffen sind.”
Schwarzer entgegnet empört: „Es ist nicht richtig, als Anwalt für alle Opfer aufzutreten!“
Doch Hofreiter lässt das nicht gelten: „Soweit ich weiß, haben die Ukrainer Putin sehr weitreichende Kompromisse angeboten. Nur Putin akzeptierte keinen Kompromiss. Es erfordert die vollständige Zerstörung der Ukraine, die vollständige Kapitulation.
Dann Eskalation!
Schwarzer unterbrach Hofreiter: „Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass tatsächlich Verhandlungen zwischen Russland und den USA im Gange sind!“
Hofreiter: “Was Sie hier sagen, ist russische Eins-zu-eins-Propaganda!”
Die schweren Geschichten des Jahres – jetzt fliegen die Giftpfeile! Als Schwarzer gefragt wurde, was sie den Opfern von Vergewaltigungen durch russische Soldaten sagen würde, schoss sie Hofreiter in den Kopf: „Hier sehen Sie mich an der Front! Ich bin dafür, damit aufzuhören. Und das ist der Unterschied zwischen uns, Herr Hofreiter!
Der Grünen-Politiker war fassungslos: „Ehrlich gesagt ist das schon dreist.
Sänger und Songwriter Reinhard May ist einer der Unterzeichner der Aktion Foto: picture alliance / dpa
Darum geht es bei der EMMA-Kampagne
Alice Schwarzer veröffentlichte ihr Magazin „EMMA“ mit dem Titel: „Frieden jetzt! Helden? Nein danke!”
Sie forderte „Ukraine ohne Nato und einen Sonderstatus für Donbass“. Schwarzer zeigte sich besorgt über die aktuelle Situation: „Das zieht auch Russland in den Abgrund. Und es bedroht den Westen. Es gibt nur einen Weg: Verhandeln. Jetzt! “
Die Unterschriften der 28 Promis wurden schließlich gesammelt – bis zur Veröffentlichung am Freitag.
„Mehr Menschen leiden ohne Waffen“
Der Aufruf von 28 deutschen Prominenten gegen Waffenlieferungen sorgt bei Ukrainern für völliges Unverständnis!
Veslana (33) musste mit ihren drei Kindern aus Mariupol fliehen, ihr Haus wurde zerstört, ihr Mann Vadim (34) blieb wochenlang im belagerten Stahlwerk Asow.
BILD-Reporter Filip Pyatov mit Veslana aus Mariupol Foto: Lars Berg
„Wir brauchen Waffen, um unsere Grenzen zu schützen und die Soldaten, Verwundeten und Zivilisten aus dem Asowschen Stahlwerk zu befreien“, sagte Veslana. Ohne Hilfe für die Ukraine würden Putins blutige Hände bald Europa erreichen. Und dann werden nicht nur die Ukrainer leiden, sondern noch mehr Länder und Menschen.
Auch Bundeskanzler Scholz (63, SPD) wies den Aufruf des Prominenten zurück: „Veraltet.“ Es müsse „zynisch“ wirken, wenn den Ukrainern gesagt werde, sie sollen sich ohne Waffen gegen Putins Armee wehren.
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