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ZSC-Spieler müssen den Zuger-Meister-Korridor überqueren

Die Enttäuschung und Fassungslosigkeit bei den ZSC Lions nach der vierten Niederlage in Folge in dieser Finalserie sind unvorstellbar groß. Stoisch und ausdruckslos warten sie auf dem Eis in Zug darauf, dass ihnen die Silbermedaille um die Schultern gehängt wird. In der Kabine muss das bittere Saisonende erst einmal versinken, die Tür bleibt lange verschlossen.

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Doch der schlimmste Verlauf wartet noch auf die Zürcher Verlierer. Um von den Katakomben der Zug Arena zu ihrem Bus zu gelangen, müssen sie 60 Meter zurücklegen, was wie ein Kilometer aussehen soll: durch den Hauptkorridor, am Führerhaus des EVZ entlang.

Zigarrenrauch erfüllt den schmalen Korridor

Längst versammeln sich die Zuger Meister vor ihm, mit Bier und Meisterzigarren, umarmen ihre Liebsten, singen, amüsieren sich. Es verengt sich im schmalen Korridor, der ebenfalls mit Zigarrenrauch gefüllt ist. Irgendwann trauen sich die Zürcherinnen und Zürcher raus, mit hängendem Kopf, Hockeytaschen auf den Schultern, einen Teller voller Essen in der Hand. Um ihnen den Weg frei zu machen, wird jeder ZSC-Spieler von einer Wache begleitet.

Manche bekommen von Zuger einen Schulterklopfer, andere nur ein Nicken. Dennis Holenstein blickt kaum auf, Sven Andrigeto auch nicht. Die Stimmung könnte nicht anders sein. ZSC-Reservetorhüter Lucas Flüler hat einen Strafstoß für EVZ-Verteidiger Samuel Kreis, der an ihm vorbeigebrüllt ist. ZSC-Trainer Ricard Groenborg verließ als letzter den Platz des Meisters, trat auf Gänse, auch ein Wächter bahnte den Weg zum Ausgang, um ihn zu retten.

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