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Die ÖBB beginnen mit der Arbeit an der Bregenzer Hypoplasie

Verkehr

Am Montag, 9. Mai, beginnen die ersten Vorarbeiten für die Sanierung der sogenannten Hypo-U-Bahn in Bregenz. Diese verbindet die Innenstadt mit den Bahnsteigen und dem Bodenseeufer. Die U-Bahn erhält neue Aufzüge und wird barrierefrei. Insgesamt werden 14,3 Millionen Euro investiert, die Hauptarbeiten beginnen im August.

02.05.2022 15:34

Online seit gestern um 15:34

Die bestehende U-Bahn wird laut ÖBB um insgesamt fünf Aufzugsanlagen ergänzt. Auch die Aufzugsanlage am Seeeingang erfordert eine Neugestaltung des gesamten Areals für die Seeentwicklung. Die neuen Aufzugsanlagen und Treppen werden durch ein Vordach mit Dachbegrünung ergänzt.

Die Arbeiten an der Unterführung und den Bahnsteigen beginnen am 9. Mai, die Hauptarbeiten am 8. August und dauern voraussichtlich bis zum 22. September 2023. Die Fertigstellung soll Ende Dezember 2023 erfolgen. Die Unterführung wird vom 9. Mai 2022 bis gesperrt 9. November 2023

Zur Energieversorgung der Aufzüge wird ein technisches Gebäude aus dem Meer gebaut. Auch in die Bahnsteige neben der U-Bahn wird investiert. Dieses Teilprojekt ist von den aktuellen Planungen zum Umbau des Bahnhofs Bregenz und des Vorhofs nicht betroffen und wird laut ÖBB vorzeitig umgesetzt

Partner in beiden Projekten sind das Land Vorarlberg, die Landeshauptstadt Bregenz und die ÖBB-Infrastruktur AG. Insgesamt werden rund 14,3 Mio. Euro in die Modernisierung investiert.

ÖBB / Ostertag Architekten Visualisierung neuer Bahnsteige

Baumaßnahmen Hypopoden:

  • Die U-Bahn wird durch neue Gehwege und neue Ausstattung attraktiver.
  • Drei neue Aufzugsanlagen vom Hauptbahnsteig zu den beiden Inselbahnsteigen und Anpassung der bestehenden Treppen an die Gegebenheiten der neuen Anlage.
  • Neubau einer multimodalen fahrradanhängertauglichen Aufzugsanlage (Aufzug größer als Bahnsteige) und eines Treppenhauses im Hypo-Landesbank-Areal zur städtebaulichen Entwicklung der U-Bahn (Ausgang Montfortstraße).
  • Umbau des gesamten seeseitigen Erschließungsbereiches inkl. Bau einer multimodalen Aufzugsanlage und Treppenanlage.
  • Neuüberdachung des Seezugangs und Umsetzung mit Dachbegrünung, sowie Bau eines Technikgebäudes mit Dachbegrünung zur Energieversorgung der notwendigen Infrastruktur.

Arbeiten auf dem Hauptbahnsteig und den Inselbahnsteigen:

  • Jede Bahnsteigfläche wird auf einer Länge von ca. 210 m saniert. Infrastruktursysteme wie Kabeltrassen, Sicherungseinrichtungen, Bahnsteigentwässerung etc. werden an die neuen Gegebenheiten der Anlage angepasst. Plattformen, wie optische und akustische Informationssysteme, Orientierungshilfen, Beleuchtung oder Sitzbänke, werden gemäß dieser Ausstattungsrichtlinie ausgestattet.
  • Zur Integration der neuen Aufzugsanlagen werden die Bahnsteige Richtung Lindau um ca. 20 Meter verlängert (neue Gesamtlänge des Hausbahnsteigs beträgt 419 m, der Inselbahnsteige ca. 435 m).
  • Neubau eines Daches mit einer Länge von ca. 40 m auf den Treppen im Bereich Bahnsteige und Aufzugsanlagen und Umsetzung mit Begrünung des Daches.

Hauptpunkte des Projekts:

  • Landschaftsgestaltung aller neu gebauten Dächer
  • Barrierefreie Verbindung zwischen See und Stadt sowie barrierefreie Erschließung der Bahnsteige
  • Multimodale Aufzüge (ca. 3,4 m Kabinenlänge) auf Stadt- und Seeseite. Er dient als bequeme Verbindung für den Fahrradanhänger zwischen Stadt und See
  • Fahrradgleiterrillen auf allen Treppen
  • Attraktiver Zugang vom/zum Meer über breite Treppe
  • Die Sicht zwischen See und Stadt wird durch die Verwendung von transparenten Materialien aufrechterhalten
  • Um die Verkehrsbelastung und die damit verbundenen Emissionen aus Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten, wird der Materialtransport auf der Schiene gefördert. Um die Lärmemissionen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, werden Nachtarbeiten im geplanten Bauablauf weitestgehend vermieden.
  • Verbessern Sie den Hochwasserschutz für die bestehende U-Bahn, indem Sie mobile Hochwasserschutzgeräte in Betracht ziehen.

Informationen am Nachmittag des 17. Mai

Im Rahmen eines Informationsnachmittags am Dienstag, 17. Mai 2022 stehen ÖBB-Projektmitarbeiter von 16:00 bis 19:00 Uhr am Küstenausgang des Hypo Underground für Fragen rund um die Baumaßnahmen zur Verfügung.

Als zusätzliche Anlaufstelle für alle projektbezogenen Fragen haben die ÖBB einen eigenen Ombudsmann eingerichtet. Auch Volksanwältin Heidi Schuster-Burda wird als Ansprechpartnerin am Infonachmittag teilnehmen.