Aktualisiert4. Mai 2022, 18:28 Uhr
Mitten in den Diskussionen über den NATO-Beitritt Finnlands verletzte ein russischer Militärhubschrauber den skandinavischen Luftraum. Dies erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
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Der russische Helikopter Mi-17 ist etwa fünf Kilometer entfernt in den finnischen Luftraum eingedrungen. (Symbolfoto)
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Russische Kampfjets und Hubschrauber verletzen immer wieder den Luftraum anderer Länder.
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Anfang April drang ein Transportflugzeug der russischen Armee kurzzeitig in den finnischen Luftraum ein.
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Finnland diskutiert derzeit über einen NATO-Beitritt.
Nach ersten Erkenntnissen sei der Hubschrauber Mi-17 am Mittwoch vier bis fünf Kilometer in den Luftraum eingedrungen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Helsinki. Anfang April drang ein Transportflugzeug der russischen Armee kurzzeitig in den finnischen Luftraum ein.
Finnland diskutiert derzeit ebenso wie Schweden, ob es der Nato beitreten will. Die öffentliche Meinung hat sich seit der russischen Invasion in der Ukraine erheblich verändert. Die Mehrheit der Bevölkerung und der Abgeordneten spricht sich nun für einen Beitritt zum westlichen Militärbündnis aus. Präsident Sauli Niinisto will seine Meinung am 12. Mai formell äußern.
Finnland wird so bald wie möglich der NATO beitreten
Ministerpräsidentin Sanna Marin sagte am Mittwoch, dass im Falle eines Antrags auf Mitgliedschaft – allein oder mit einem schwedischen Nachbarn – der Beitrittsprozess „so bald wie möglich“ abgeschlossen werden müsse. Laut finnischen Medienberichten kann die Entscheidung der Regierung erst in wenigen Tagen fallen.
In Schweden sollen Regierung und Parlament am 13. Mai ein sicherheitspolitisches Konzept vorlegen, das Ansichten zur Nato-Mitgliedschaft skizziert.
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(dpa/fos)
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