5. Mai 2022, 19:29 Uhr Aktualisiert um 21:38 Uhr
Ein junger Mann arbeitet seit Jahren als Babysitter für Familien in Berlin. Er missbrauchte 26 Jungen, darunter ein Baby (7 Monate). Der Kreisdienst vermittelt ihn sogar in Pflegeeinrichtungen!
Von Anne Losensky
Zwölf Jahre sitzt er nun im Gefängnis, dann wegen Rückfallgefahr in Untersuchungshaft.
► DIE DEBATTE. Sönke G. (28) aus Neukölln. Freiberuflicher Mitarbeiter in der Berliner Kulturszene. Er bezeichnet sich selbst als heterosexuell. Verbirgt pädophile Neigungen. Ein entsprechendes Vorstrafenregister liegt nicht vor. Doch er stiehlt Windeln und zückt eine Waffe, als er dabei erwischt wird (BZ berichtet).
► MISSBRAUCH. volles Geständnis voller Schuld. Riesige Beweise: 95 Verbrechen, die er sorgfältig gefilmt hat. Bei mehr als der Hälfte handelt es sich um schweren Missbrauch von Kindern. Sieben Kinder leiden unbeschreiblich. Er überlässt einem Mann ein Kind zum Missbrauch (Prozess in Köln).
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Oft tut er es gleich in den ersten Stunden der Pflege. Wählen Sie Kinder aus, die sich später nicht melden können, weil sie behindert sind. Verwandelt öffentliche Toiletten in Tatorte (z. B. Zoobesuche). Das dauert fünf Jahre bis März 2020. Eltern haben nie einen Verdacht. Dann finden seine Freunde anstößige Filme auf seinem Computer.
► DIE LÖSUNG. Er sitzt seit dem 4. August 2021 hinter Gittern. Eltern schockiert. Verfahren ohne Öffentlichkeit. Jeder Fall wurde verurteilt. Wenn Sie es nur einsammeln könnten, wären Sie über 150 Jahre im Gefängnis. Doch im deutschen Strafrecht seien einzelne Strafen “eng miteinander verbunden”. Richter Mark Spitzkatz: „Du bist noch jung, dir soll und kann geholfen werden.“ Seinen Eltern wünsche er „irgendwann Frieden mit den Dingen“.
Angebote für anonyme und kostenlose Beratungen
Haben Sie den Verdacht, dass ein Kind in Ihrem Umfeld misshandelt oder missbraucht wird? Haben Sie etwas gesehen, das Sie beunruhigt? Sie können sich dann (anonym) an die Helpline Sexual Assistance wenden: 0800 22 55 530.
Unter der Telefonnummer 116 111 können Kinder und Jugendliche, die Gewalt erlebt haben, von Montag bis Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr unterstützt werden. Die Website bietet auch die Möglichkeit, mit Beraterinnen und Beratern zu chatten.
Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu haben, findet im Projekt „Werde nicht kriminell“ unter der Leitung der Berliner Charité Ansprechpartner. Es gibt kostenlose Informationen auf der Website und unter 030 450 529 450. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.
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