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Was bedeutet die Zinswende? DiePresse.com

Die USA zogen voran, Europa dürfte bald folgen: Nach Jahren der Nullzinsen gewinnt das Geld wieder an Wert. Dies wirkt sich in vielen Bereichen aus.

Dies war die größte Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten seit 22 Jahren. Die US-Notenbank Fed hat in der Nacht zum Mittwoch ihren Leitzins um bis zu 0,5 Prozentpunkte angehoben, berichtete Die Presse in einem Teil ihrer Veröffentlichung. Aber Fed-Chef Jerome Powell hat auch deutlich gemacht, dass dies nicht das Ende ist. Auch für Juni und Juli kündigte er Erhöhungen in dieser Größenordnung an. Die Vereinigten Staaten befinden sich also bereits mitten in einer Zinswende.

In Europa ticken die Uhren etwas anders. Auch die Bank of England erhöhte am Donnerstag ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf ein Prozent. Auch in Schweden, Ungarn und Tschechien sind die Zinsen zuletzt gestiegen. Die wichtigste europäische Zentralbank, die EZB, hält sich noch enthalten. Allerdings sollte hier die nächste Zinssitzung im Juni anstehen. „Es reicht nicht, jetzt zu reden, wir müssen handeln“, sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel diese Woche. Aber warum kommt die Zinswende jetzt, wie weit wird sie gehen und was bedeutet sie? Hier sind die Antworten.