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Amtsgericht Erding: Strafe für Lauterbachs Facebook-Drohung

Das Landgericht Erding hat einen Mann wegen Bedrohung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu mehr als 2800 Euro verurteilt. Der Angeklagte schrieb in einer die Corona-Politik kritisierenden Facebook-Gruppe unter Berufung auf PSD-Politiker: „Schaum im Mund, dann ist endlich Ruhe.“ Das Gericht sehe darin einen öffentlichen Aufruf zur Begehung von Straftaten, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag.

Die Strafe betrug 70 Tagessätze zu je 40 Euro. Zuerst verkündete die Süddeutsche Zeitung das Urteil gegen den 53-Jährigen.

Der Angeklagte will einen Freispruch wegen Meinungsfreiheit

Die Anhörung fand am Dienstag statt. Zunächst lag gegen den Angeklagten ein Straferlass vor, gegen den der Mann Berufung einlegte. Das Urteil ist noch nicht in Kraft getreten. Der Angeklagte kann nun gegen ihn vorgehen. Laut SZ-Bericht plädierte der Verteidiger auf Freispruch, da der Kommentar von der Meinungsfreiheit gedeckt sei.

Lauterbach: Ich habe Gewalt und Drohungen satt

Gesundheitsminister Lauterbach sagte auf Twitter, er sei bereit, über den Inhalt seiner Politik zu streiten. Drohungen oder Aufrufe zur Gewalt werde er jedoch konsequent melden, sagte der PSD-Politiker. „Ich habe Gewalt und Drohungen satt. Diese Leute bedrohen oft andere und müssen gemeldet werden“, erklärte er.