In Frankfurt dominierte Bren vor dem Wochenende.
Der DAX startete mit einem moderaten Minus in den Tag und fiel dann noch weiter zurück. Zeitweise unterschritt er die Marke von 13.600 Punkten. Bis zum Handelsschluss konnte er sich zwar leicht von seinem Tagestief erholen, lag aber immer noch 1,64 Prozent schwächer bei 13.674,29 Punkten. Auch der TecDAX startete mit einem Abschlag von 0,44 Prozent bei 3.062,60 Punkten in den Handel und rutschte im Tagesverlauf tief ins Minus. Zeitweise verlor er mehr als drei Prozent.
Das Marktumfeld bleibt durch steigende Zinsen und unsichere Wachstumsaussichten angespannt. Laut Marktexperte Thomas Altman vom Vermögensverwalter QC Partners haben die Anleger die Zinsentscheidung der Fed nun anders bewertet als unmittelbar danach, so die Deutsche Nachrichtenagentur. Im Moment trauten die Briten der US-Notenbank nicht zu, die Inflation zu bekämpfen und die Wirtschaft vor dem Zusammenbruch zu bewahren. “Und die Bryans gehen davon aus, dass die Fed der Inflationsbekämpfung Vorrang einräumen wird.”
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Die europäischen Märkte sind am Freitag stark gefallen.
Der EuroSTOXX 50 startete mit 0,48 % leichter in den Tag bei 3678,85 Punkten und fiel im Tagesverlauf tiefer in den roten Bereich.
Zeitweise belasteten deutliche Verluste an den US-Börsen die europäischen Märkte. Die Unsicherheit über steigende Zinsen und ungewisse Konjunkturaussichten bleibt hoch. Zudem wurde die Berichtssaison fortgesetzt.
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Die US-Börsen konnten ihre vor dem Wochenende zeitweise erheblichen Verluste begrenzen.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung 0,68 % niedriger bei 32.773,88 Punkten und fiel dann weiter. Im Laufe des Spiels kann er seine Verluste jedoch wieder einigermaßen begrenzen. Auch NASDAQ Composite steigerte seine Anfangsverluste von 0,57 Prozent zunächst deutlich auf 12.246,83 Punkte. Zeitweise verlor er mehr als 2,5 Prozent und fiel unter die 12.000-Punkte-Marke. Aber der Technologiewertindex kann sein Defizit dann etwas reduzieren.
Anleger hätten derzeit mehrere Probleme mit sinkendem Wachstum, höheren Kosten und steigenden Zinsen, erklärte das Dilemma von Sean Darby von der Investmentbank Jefferies nach einer Zeit scheinbar unersättlicher Risikobereitschaft laut der Deutschen Presse-Agentur. Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Leitzinsen um 50 Basispunkte angehoben. Unterdessen stieg die US-Beschäftigung im April etwas stärker als erwartet.„Erneut ein deutlicher Anstieg neuer Stellen – die Fed bleibt unter Druck“, sagte dpa-Analyst Tobias Base von der NordLB.
„Die Zentralbanken müssen mit ihren Maßnahmen auch die schädlichen Begleiterscheinungen für die Wirtschaft in der aktuellen Situation in Kauf nehmen. Die Bekämpfung der Inflation hat jetzt Priorität“, wurde dpa-Chefvolkswirt Ulrich Kater von der DekaBank zitiert. Nachdem die Anleger am Mittwoch erleichtert reagiert hätten, dass der Zinsschritt nicht noch höher ausgefallen sei, sei am Vortag wegen der weiteren Auswirkungen der Zinserhöhung erneut Vorsicht geboten, sagte Keiter.
Seitens der Gesellschaft bleibt die vierteljährliche Berichtssaison im Fokus der Investoren. In der Nacht zuvor präsentierten GoPro, Virgin Galactic und Nikola ihre Zahlen für das vergangene Quartal nach Handelsschluss.
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Die asiatischen Märkte fielen meistens vor dem Wochenende.
Nikkei zeigte sich am Freitag mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 27.003,56 Punkte schließlich freundlich.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite schließlich um 2,16 Prozent auf 3.001,56 Punkte. Hongkongs Hang Seng fiel ebenfalls um 3,81 Prozent auf 20.001,96.
Die asiatischen Märkte folgten am Freitag weitgehend den schwachen Richtlinien der Wall Street. Hier hatte die Sorge um die Wirtschaft für kräftige Einschnitte gesorgt. Lediglich in Japan haben sich die Dinge verbessert, wo die Entwicklungen in den letzten Tagen, in denen Nikkei im Urlaub war, aufgeholt wurden.
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