Insbesondere stellte die stellvertretende Premierministerin Irina Vereshchuk um 11:00 Uhr MESZ klar. Über die Rettungsaktionen am Donnerstag ist nichts bekannt, obwohl das russische Militär einige Stunden Waffenstillstand und die Schaffung von Evakuierungskorridoren versprochen hat.
Laut ukrainischen Quellen warten in Mariupol immer noch etwa 200 Zivilisten darauf, aus einem schweren Stahlwerk herauszukommen. Genaue Zahlen gibt es nicht. Bei zwei früheren Evakuierungen, die von den Vereinten Nationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz vermittelt wurden, wurden etwa 500 Menschen aus Mariupol und Umgebung nach Saporoschje auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet gebracht.
Nach Angaben der ukrainischen Regierung will Russland bis Montag die belagerten Stahlwerke in der Hafenstadt Mariupol übernehmen. Präsidentschaftsberater Wladimir Selenskyj Alexej Arestowitsch sagte am Donnerstagabend, dass das Werk Asowstal am 77. Jahrestag des Sieges über Hitlerdeutschland am 9. Mai übernommen werden solle. „Das schönste Geschenk, das einem Herrscher gemacht wird, ist der Kopf seines Gegners. Ich erkenne klar den Wunsch, Asowstal zu erobern und Putin am 9. Mai einen ‚Sieg‘ zu bescheren“, wurde er von der Nachrichtenagentur UNIAN zitiert. “Sie wollen das wirklich, aber mal sehen, ob sie es schaffen”, sagte Arestovic.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs gilt eine russische Landungsoperation an der Schwarzmeerküste nahe der Hafenstadt Odessa als möglich. Nach Angaben der regionalen Militärführung überfliegen zunehmend russische Aufklärungsdrohnen das Gebiet. Das teilte die Zeitung „Ukrainian Justice“ am Abend mit. Darüber hinaus ist die russische Marine entlang des von der Ukraine kontrollierten Küstenabschnitts weiterhin stark vertreten.
Die Bewohner wurden gebeten, sich von Stränden und Küstensicherheitsgebieten fernzuhalten. Sie sollten auch vermeiden, in kleinen Booten zu reisen. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung aufgefordert, verdächtige Aktivitäten zu melden.
Add Comment