Wie sich das Gesundheitsministerium auf den ansteckenden Prozess im kommenden Herbst vorbereitet. Die Einführung einer Impfpflicht gehört nicht dazu.
Wien. „Wir werden im dritten Sommer nicht noch einmal dieselben Fehler machen“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Diesmal will das Gesundheitsministerium auf eine mögliche weitere Welle der Pandemie vorbereitet sein. Hierfür wurden mögliche Szenarien entwickelt und für jedes Szenario entsprechende Maßnahmen vorbereitet. Letztere will Rauch noch nicht veröffentlichen, sie werden zunächst der Gecko-Kommission vorgelegt.
Dafür sind vier Szenarien bekannt: Das erste Szenario wird der „Idealfall“ sein, Covid wird ein Niveau erreichen, das mit anderen Infektionskrankheiten vergleichbar ist, es wird nur ein geringes Maß an schwerer Erkrankung geben. Szenario zwei („günstiger Fall“) beschreibt die aktuelle Situation: Es gibt eine Infektionswelle, aber schwere Verläufe bleiben auf gefährdete Gruppen beschränkt. Szenario drei („worse case“) deutet auf neue Varianten des Virus hin, die zu einer Zunahme schwerer Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen führen. Ein viertes Szenario („Worst Case“) deutet darauf hin, dass neue Varianten entstehen werden, die so infektiös wie Omicron sind und gleichzeitig einen so schweren Krankheitsverlauf wie Delta verursachen. Dies würde erneut zu gravierenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen.
Neue Impfkampagne
Die Einführung einer Impfpflicht wird übrigens in keiner der Optionen, also nicht im „Worst Case“, zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören. Die Entscheidung über die obligatorische Impfung wird nach Angaben des Ministers von der gesetzlich vorgesehenen Kommission getroffen. Er will aber eine Impfkampagne starten, damit es im August und September viele Auffrischimpfungen gibt.
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