Russische nationalistische Rockband – Polizei erwartet, dass “Night Wolves” nach Berlin reisen
dpa / Carsten Koal
Ton: radio1 | 07.05.2022 | Jörg Popendik | Bild: dpa / Carsten Koall
Bis Montag wurden mehr als 50 Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs angekündigt. Auch Mitglieder der russisch-nationalistischen Rockband Night Wolves werden erwartet.
Und am Montag begleitet die Berliner Polizei ein Großaufgebot mehrerer Veranstaltungen zu Ehren des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 77 Jahren. Am 9. Mai feiert Russland traditionell den sowjetischen Sieg über Nazideutschland.
Ein Polizeisprecher sagte (ab 11 Uhr), einer der Schwerpunkte sei eine Demonstration mit dem Titel “Roter Armee-Gedenkaufzug zum Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten”. Dort sind rund 1.300 Teilnehmer registriert.
Auch rund 150 Mitglieder der Rockband „Nachtwölfe“ wollen laut Polizei in den Zug einsteigen, der am Vormittag von Frankfurt am Main nach Berlin fahren soll. Die Gruppe soll den russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützen. Die Route der Demonstration führt nach Polizeiangaben vom Brandenburger Tor in Richtung Sowjetisches Ehrenmal in Berlin-Tiergarten.
Nach Angaben der brandenburgischen Polizei vom Sonntag wurden die „Nachtwölfe“ bisher noch nicht in der Hauptstadt gesichtet. Die Behörden werden am Sonntag- und Montagmorgen Autobahnen und Bundesstraßen überwachen, um zu sehen, ob Mitglieder des Rockclubs in der Hauptstadtregion ankommen, hieß es. Da die Nachtwölfe am Montag gegen 11 Uhr am Brandenburger Tor sein wollten, spekuliert die Polizei, dass sich die Rocker am Sonntag aus Frankfurt am Main auf den Weg machen werden, sagte ein Sprecher.
Sonderregelungen für Gedenkstätten
Darüber hinaus sind Dutzende weitere kleinere und größere Gedenkveranstaltungen in Berlin angemeldet. Wie am Samstag seien voraussichtlich bis zu 1.700 Mitarbeiter im Einsatz, sagte der Sprecher.
Die Polizei hat für Sonntag und Montag mehrere Auflagen für 15 Denkmäler und Denkmäler erlassen. Dazu gehört zum Beispiel, dass weder russische noch ukrainische Flaggen auf oder in der Nähe des Geländes gezeigt werden dürfen. Uniformen oder Teile von Uniformen – auch in abgewandelter Form – sowie Marsch- oder Militärlieder sind ebenfalls verboten. Das Z-Symbol ist ebenfalls verboten. Der Buchstabe wird von Kriegsverteidigern verwendet und bedeutet “für den Sieg”.
Ausstrahlung: radio1, 8. Mai 2022, 11 Uhr
Add Comment