„Gerade jetzt braucht es eine starke Europäische Union“, sagte Bundeskanzler Karl Nehamer (ÖVP) im Vorfeld des Europatages.
Bundeskanzler Karl Nehamer, Europaministerin Carolyn Edstadler und EU-Delegationsleiterin Angelika Winzig sprachen am Europatag am 9. Mai.
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„Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Herausforderungen braucht es derzeit eine starke Europäische Union. Die Corona-Pandemie und Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine haben Europa neu gedacht. Trotz – oder gerade wegen – aller Krisen ist die Europäische Union heute geeinter und geeinter denn je. „Diese grenzüberschreitende Annäherung der 27 EU-Staaten darf kein Moment bleiben, sondern muss selbstverständlich werden“, sagte Bundeskanzler Nehamer.
Er fügte hinzu: „Denn nur die Europäische Union, die nach außen geeint wirkt und ihre gemeinsamen Werte verteidigt, wird den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen sein. Österreich als Land im Herzen der Europäischen Union wird seinen Beitrag leisten, damit das Europa der Zukunft diesen Anforderungen gerecht wird. Aber es erfordert auch echte Reformen und ein klares Bekenntnis aller Mitgliedstaaten zur europäischen Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Stärkung des Subsidiaritätsprinzips in der EU.“
„EU-Kohäsion ist gefragt“
„Dieses Jahr feiern wir den Europatag inmitten großer Krisen. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine markiert einen Wendepunkt, der die EU nachhaltig verändern wird. Darauf müssen wir reagieren. Unsere Gemeinschaft ist unsere Stärke. Mehr denn je brauchen wir den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union, die allerdings substanzielle Reformen einleiten muss. Im Sinne eines soliden Kontroll- und Ausgleichssystems müssen diese Reformen auch mit einer größeren Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten einhergehen. In manchen Bereichen brauchen wir mehr EU, mehr Kommunikation als bisher. Das Subsidiaritätsprinzip bleibt unsere Leitlinie. All jene Probleme, die in den Mitgliedsstaaten besser gelöst werden können, müssen auch in nationaler Verantwortung bleiben“, sagte Europaministerin Carolyn Edstadler.
„Die EU steht vor großen Herausforderungen“
„Putins schrecklicher Krieg gegen die Ukraine zeigt uns einmal mehr, wie wichtig eine geeinte Europäische Union mit einer starken Wertebasis ist. Die EU steht vor den größten Herausforderungen, vor denen sie je stand. Deshalb arbeiten wir intensiv an einem Europa der Zukunft, das auch in Krisenzeiten handlungsfähiger, zuversichtlicher auf die Zustimmung der Weltmächte und strategisch autonom handlungsfähig ist. Das bedeutet mehr Resilienz in Lieferketten, eine nachhaltige Verringerung der Abhängigkeit von Drittstaaten, eine massive Stärkung der europäischen Wirtschaft und eine noch engere Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit und Sicherheit. Eine gute Grundlage dafür sind die Reformvorschläge, die unter aktiver Bürgerbeteiligung in der gerade zu Ende gegangenen Konferenz zur Zukunft Europas entwickelt wurden. Österreich wird weiterhin von einer starken Europäischen Union profitieren“, sagte Angelika Winzig, Leiterin der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament.
Nav-Account rot, bis 09.05.2022, 07:29 | Akt: 05.09.2022, 07:29
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