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Esen-Carnap Shots: Die Suche ist in vollem Gange

Ernährung. In der Carnapper Street wurden mehrere Schüsse abgefeuert. Ein Mann wird schwer verletzt. Die Polizei ist im Großeinsatz, der Tatort wurde abgesperrt.

Wilder Westen im Essener Norden: Auf offener Straße in Carnap sind am Dienstagnachmittag mehrere Schüsse gefallen. Ein Mann wurde getroffen. Mit mindestens einer Kugel im Oberschenkel brach er auf einer blutenden Wiese in der Karnaper Straße zusammen. Die Identität des Opfers ist unklar. Zwei Verdächtige flüchteten mit einem Auto.

Sanitäter kümmern sich um die Schwerverletzten.

Foto: Justin Brosch / ANC-NACHRICHTEN

Die Polizei ist im Großeinsatz mit hundert Mann. Einige Offiziere haben Maschinengewehre bereit. Auch ein Rettungshubschrauber landete im Essener Norden, bis die Schwerverletzten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Die Täter flüchteten in einem schwarzen Auto

Zwischen Stinnesstraße und Arenbergstraße wurde die Karnaper Straße gesperrt. Auch die Ruhrbahn ist betroffen.

Die Polizei sicherte Carnaper Strass mit Maschinengewehren in Bereitschaft.

Foto: Justin Brosch / ANC-NACHRICHTEN

Zwei Unbekannte sollen in einem schwarzen Auto mit ausländischen Nummernschildern geflüchtet sein. Zunächst spricht die Polizei von einem Auto, das vermutlich in Belgien zugelassen ist. Aber die Zeugenaussagen widersprechen dieser Frage.

Die Suche läuft auf Hochtouren, gegen eine Mordkommission wird ermittelt. Mehrere vor einem Wohnhaus liegende Patronenhülsen wurden sichergestellt, um den Tatort dokumentieren zu können.

Auf der anderen Straßenseite sind noch Stunden nach der Rettungsaktion die Überreste eines Erste-Hilfe-Kastens zu sehen. Es gibt ein Kissen, auch ein Handtuch, wo das Opfer zu Boden fiel.

Einheimische eilten den Schwerverletzten zu Hilfe

Stunden nach den Schüssen herrschte fast gespenstische Stille auf der Karnaper Straße, kein Verkehr, nur der Polizeistreifen raschelte im Wind. CID-Beamte trafen ein, inspizierten die drei Patronenhülsen und inspizierten die Fahrbahn und die Stelle, an der der Mann gestürzt war.

Ein Einheimischer war offenbar einer der ersten, der reagierte. „Ich habe drei Schüsse gehört, dann bin ich zum Fenster gegangen“, sagte der Mann. Er sah jemanden davonlaufen, knallte dann das Fenster zu und rannte nach unten, um zu helfen. Mit dem Handtuch eilte er über die Straße zu dem Schwerverletzten. “Ich habe es nur mit dem Handtuch gedrückt”, sagt er.

Spekulationen über ein weiteres blutiges Verbrechen im Rock-Umfeld

Auch andere Karnapher waren von der Bluttat merklich betroffen. Zwei Frauen und ein Mann zeigen auf eine nahegelegene Grundschule. „Unglaublich, dass hier am helllichten Tag so etwas passiert“, schüttelte der Anwohner den Kopf, genauso wie ein U11-Fahrer, der seit 0.25 Uhr stillsteht: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ „Seine Schicht geht bis 18 Uhr“, sagt ein Ruhrbahn-Mitarbeiter.

Die Hintergründe des Attentats sind noch unklar. Die Schießerei in Duisburg sei laut Bild ein weiteres Verbrechen im Rock-Umfeld, kommentierte die Polizei Essen: „Dafür gibt es keine Hinweise“ – auch nicht auf eine Clan-Verbindung. – Wir ermitteln in alle Richtungen.

(wir aktualisieren diese Nachricht),

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