Martin Kocher wird zum mächtigsten Minister der Bundesregierung und steht vor einer großen Herausforderung.
Es gab einige interessante Kombinationen in der Geschichte der Zweiten Republik, wenn es darum ging, Koalitionsministerposten zu schaffen oder zu verhindern. Gerade in Zeiten einer großen Koalition.
Allerdings waren zwei Aufgabenbereiche weitgehend getrennt: Geschäft und Arbeit. Das eine, die Wirtschaft, war immer einem Politiker der ÖVP anvertraut, das andere einem Politiker der SPÖ. Zumindest parteipolitisch ist Martin Kocher für beides geeignet: Mehr als ein Jahr nachdem ihn der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz im Jänner 2021 in die Regierung eingeführt hat, ist er immer noch kein Mitglied der ÖVP.
Wirtschaft und Arbeit sind die Ressorts, die in der aktuellen Krisenzeit am meisten herausfordern. Viele der Antworten auf die Bekämpfung von Inflation, Lieferengpässen und einer unsicheren Wirtschaft müssen aus diesem Ministerium kommen. Will man bei Superlativen bleiben, hat Superminister Martin Kocher große Herausforderungen vor sich.
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